In unserer Umgebung tut sich ziemlich viel in Punkto Klimaschutz. Und überall werden Stellen geschaffen zur besseren Unterstützung dieses Prozesses.
Das ist es, was ich in Salem schmerzlich vermisse, da muss sich endlich mal was bewegen!
Dienstag, 12. April 2022
Fachmann fürs Energiesparen in Uhldingen
11.04.2022 im Südkurier hier
Dienstag, 5. April 2022
Weltklimarat IPCC: Jetzt oder nie handeln
Riffreporter hier von Christiane Schulzki-Haddouti
„Die Zeit zum Handeln ist jetzt. Wir können die Emissionen bis 2030 halbieren.“ Das ist die Kernbotschaft des heute veröffentlichten Weltklimaberichts.
Zur Vorstellung des jüngsten Weltklimaberichts resümiert Hoesung Lee: „Wir befinden uns an einem Scheideweg.“ Der Vorsitzende des Weltklimarats IPCC mahnt: „Die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, können eine lebenswerte Zukunft sichern.
Samstag, 2. April 2022
Bauland für Millionen Wohnungen
Alle schreien nach Bauland um der Wohnungsnot zu begegnen - doch gleichzeitig wissen wir, dass wir nicht unbegrenzt Flächen ausweisen können. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand.
Wie stellt sich das Bundesbauministerium die geforderte Bebauung vor? Wie können wir unseren Flächenverbrauch mindern ?
Schwäbische Zeitung hier Von Claudia Kling
... Bauland gilt in Deutschland als das Nadelöhr auf dem Weg zu mehr Wohnraum. Eine Studie, die vom Bundesbauministerium in Berlin in Auftrag gegeben wurde, belegt nun: Platz zum Bauen wäre theoretisch da, selbst in größeren Städten. Doch es gibt einige Gründe, warum das Potenzial praktisch nicht genutzt werden kann. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zu der Studie.
Liegt es tatsächlich am fehlenden Bauland, dass in Deutschland nicht mehr gebaut wird?
...Mindestens 99 000 Hektar Fläche könnten in Städten und Gemeinden potenziell bebaut werden, hat eine Befragung von Kommunen ergeben. Die Hälfte dieser Fläche sei kurzfristig nutzbar und zwei Drittel seien für Wohnungen vorgesehen. „Es gibt ausreichend Bauland in Deutschland“, sagte dazu Bauministerin Klara Geywitz (SPD) am Dienstag in Berlin. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung und das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hatten für die Studie die Antworten von fast 700 Kommunen ausgewertet.
Welche Ziele verfolgt die Regierung in der Wohnungspolitik?
SPD, Grüne und FDP haben sich auf das Ziel verständigt, dass in Deutschland jährlich 400 000 neue Wohnungen entstehen sollen, 100 000 davon als öffentlich geförderte Sozialwohnungen. Am Bauland dürfte ihr Vorhaben nicht scheitern, wie die Studie nahelegt. Zwischen 900 000 und rund zwei Millionen Wohnungen könnten auf den potenziell bebaubaren Flächen entstehen. „Wenn dichter gebaut würde, wären sogar vier Millionen Wohnungen realistisch“, so Geywitz.
Passen beim Bauland Angebot und Nachfrage zusammen?
Auch in Ballungsgebieten gibt es viele freien Flächen für den Wohnungsbau, hat die Studie ergeben. In kreisfreien Großstädten könnten abhängig von der Bebauungsdichte 370 000 bis 770 000 Wohnungen gebaut werden, so Markus Eltges, Leiter des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. „Das vorhandene Baupotenzial ist auch da, wo es gebraucht wird.“
Und was wird aus dem Vorhaben, den Flächenverbrauch in Deutschland auf 30 Hektar pro Tag bis 2030 zu reduzieren?
Auch dieses Ziel findet sich im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP. Die Lösung, mehr Wohnungen und weniger Flächenverbrauch unter einen Hut zu bekommen, liegt für Geywitz in den Innenstädten. Dort will sie Baulücken schließen, auf Flachbauten wie Discounter aufbauen und nicht mehr genutzte Gewerbeobjekte zu Wohnraum umfunktionieren. Auch Büroflächen, die im Zuge von Homeoffice nicht mehr benötigt würden, könnten zu Wohnungen werden.
Aus Sicht der Kommunen liegt darin ein großes Potenzial. Wenn es gelänge, die innerstädtischen Potenziale zu nutzen, dann könnte Deutschland den Flächenverbrauch eindämmen, sagte Eckart Würzner, Vizepräsident des Deutschen Städtetags und Heidelberger Oberbürgermeister.
Die Kommunen sollten dem Versuch widerstehen, landwirtschaftliche Flächen im Außenbereich als Bauland zu nutzen.
Sieht die Bauministerin eine Zukunft für das Einfamilienhaus?
Ja. Ministerin Geywitz betonte, sie wisse aus eigener Erfahrung um die Vorteile eines Einfamilienhauses gerade für Familien mit Kindern.
Problematisch sei allerdings, dass viele Menschen in ihren Häusern blieben, wenn die Kinder längst ausgezogen seien. Dies habe einerseits zur Folge, dass pro Person immer mehr Wohnfläche in Deutschland gebraucht werde, andererseits würden die Häuser oft nicht energetisch saniert und modernisiert. „Deshalb wünsche ich mir einen Kreislauf bei der Nutzung von Einfamilienhäusern“, sagte die Ministerin.....
Bodenseekreis: Neue Wege für Bauen und Wohnen
27.02.2022 | VON FABIANE WIELAND FABIANE.WIELAND@SUEDKURIER.DE hier
Neue Wege für Bauen und Wohnen
Wie wollen wir in Zukunft wohnen? ....
„Der angespannte Wohnungsmarkt beschäftigt uns Architekten und Stadtplaner auf allen Ebenen“, sagt Markus Müller. Die Architektenkammer sei daher in verschiedene Projekte involviert, um die Komplexität zu beschreiben und Lösungsansätze zu bieten. Im Fokus stünden nicht allein die Städte. „Auch eine Region wie der Bodenseekreis ist wirtschaftlich unglaublich stark, mit einer hohen Wertschöpfung und hohen Durchschnittseinkommen. Andere Regionen würden sich das wünschen, doch es ergeben sich auch Probleme daraus“,....
„Wer an der Wertschöpfung nicht teilhaben kann, hat auf dem Wohnungsmarkt immer größere Probleme“, sagt Müller. Das betreffe nicht mehr nur Randgruppen, sondern sei längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Hinzu komme das Thema Flächenverbrauch. „Wir kommen nicht nur beim Wohnen an die Grenzen von Flächenverfügbarkeiten, das betrifft auch das Gewerbe, die Landwirtschaft oder zeigt sich auch bei der Suche nach möglichen Straßenkorridoren“, sagt Markus Müller. Das Bewusstsein für die Themen Natur und Umwelt sei geschärft, über vieles werde heute anders gedacht als noch vor 50 Jahren.
Dienstag, 22. März 2022
Bermatingen ist zufrieden mit dem Breitbandausbau durch den Zweckverband
17.03.2022 | VON CHRISTIANE KEUTNER hier
Bald schnelles Internet für alle
Hurtig voran geht es beim Breitbandausbau in der Gemeinde durch den Zweckverband Breitband Bodensee (ZVBB), dessen Ziel es ist, eine flächendeckende Versorgung mit zukunftsfähigem und schnellstmöglichem Internet via Glasfasernetz auch in ländlichen Regionen des Bodenseekreises sicherzustellen. Bürgermeister Martin Rupp äußerte sich begeistert: „Schön, wie Sie mit Vollgas arbeiten und was Sie schon erreicht haben“, wandte er sich an Geschäftsführer Bernhard Schultes, der im April 2021 schon einmal über den Stand der Dinge berichtet hatte und nun die aktuelle Lage sowie die künftigen Ausbau- und Zeitpläne beschrieb.
MARKDORF ist auf dem Weg zur Klimaneutralität - Salem noch lange nicht
MARKDORF: Büro erstellt Konzept für Klimaneutralität
Die Stadtverwaltung Markdorf strebt Klimaneutralität an. Dies soll in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen beschlossen werden. Das Ziel soll möglichst bis 2030, spätestens bis 2040 erreicht werden. Die Verwaltung beauftragt ein Büro mit dem Erstellen eines Konzepts. Klimaneutralität soll im Hinblick auf den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase erreicht werden. Berücksichtigt wird etwa der Energieverbrauch in städtischen Gebäuden.
21.03.2022 | VON JÖRG BÜSCHE MARKDORF.REDAKTION@SUEDKURIER.DE
Auf dem Weg zur Klimaneutralität (hier)
Um das zu erreichen, soll die Verwaltung ein Büro damit beauftragen, ein Klimaschutzkonzept zu entwickeln. Weitere Themen beziehungsweise Ergebnisse der Vorberatung waren: Die Verwaltung weist künftig in ihren Beratungsunterlagen für die Gemeinderatssitzungen die Klimakosten aus. Es wird eine befristete Stelle eingerichtet, um das Ziel der klimaneutralen Stadtverwaltung zu erreichen. Außerdem will die Stadt dem Klimaschutzpakt Baden-Württemberg beitreten.
Diese Punkte wurden zuvor ausführlich beraten. Bürgermeister Georg Riedmann merkte anschließend an, dass die Diskussion anders verlaufen sei als erwartet – in gutem Einvernehmen, nicht kontrovers. Riedmann hatte an seine Antrittsrede im Herbst 2021 erinnert. Darin hatte er von einer notwendigen Geschlossenheit gesprochen, wenn die großen Herausforderungen des Klimaschutzes bewältigt werden sollen.
Sonntag, 20. März 2022
Meersburg: Gemeinderat für Energiemanager
16.03.2022 hier im Südkurier
Gemeinderat für Energiemanager
Im Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Meersburg, Hagnau, Stetten und Uhldingen-Mühlhofen soll eine gemeinschaftlich genutzte Personalstelle für einen Energiemanager geschaffen werden. Die Gemeinde Daisendorf hatte sich im Vorfeld gegen die Besetzung einer gemeinsamen Projektstelle entschieden. Als erstes Gremium hat der Meersburger Gemeinderat einstimmig für die Ausschreibung votiert, Hagnau, Stetten und Uhldingen-Mühlhofen werden in den kommenden Sitzungen darüber entscheiden.
Die Stelle solle auf drei Jahre befristet werden, erläuterte Bürgermeister Robert Scherer das Vorhaben. Die beteiligten Kommunen teilen sich die Kosten anteilig der Einwohnerzahlen. Meersburg würde, vorbehaltlich, dass alle Kommunen zustimmen, 36 Prozent der Kosten übernehmen. Eine „Personalstelle Energiemanagement“ werde mit 70 Prozent vom Bund gefördert, so Scherer. Die Investition in eine zusätzliche Stelle müsste langfristig gesehen werden „Wir reden hier von Einsparungen von Energiekosten und vom Klimaschutz“, meinte Scherer. Zwar habe Bauamtsmitarbeiter Peter Gress bereits mit dem Gebäudeenergiemanagement begonnen, doch es ginge nicht nur um die Gebäude, sondern auch ums Handling wie zum Beispiel der Prüfung des Wirkungsgrads einer 30 Jahre alten Pumpe. Zudem könne dieser nicht alles alleine neben seiner Arbeit stemmen, erklärte Scherer. ..
Der Gemeinderat stimmte der Schaffung einer neuen Stelle einstimmig zu.
Neues zum Pilotprojekt Kommunale Pflegekonferenz in Frickingen
18.03.2022 | VON MARTINA WOLTERS UEBERLINGEN.REDAKTION@SUEDKURIER.DE
Grundstückskauf als Überraschung
Die Seniorengenossenschaft Frickingen hat ein Grundstück mitten im Ortskern erworben. Hier sollen unter dem Motto „Mittendrin in Frickingen“ Projekte umgesetzt werden, die im Rahmen der Kommunalen Pflegekonferenz entstehen. Ziel der Pflegekonferenz ist es, Ideen zu erarbeiten, wie älteren Menschen ein gutes Leben und Wohnen in der Gemeinde bis ins hohe Alter ermöglicht werden kann. ...
Vor einem Jahr war der erste Runde Tisch des Pilotprojekts Kommunale Pflegekonferenz in Frickingen zusammengekommen. Ziel war es, gemeinsam mit den Bürgern Ideen für Leben und Wohnen im Alter in Frickingen zu erarbeiten. Erste Schritte waren eine Fragebogenaktion und die Bildung von Arbeitsgruppen. Beim jüngsten Treffen stellten die drei Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse vor.
Charles Nestelhut sprach als Koordinator der Projektgruppe Wohnen. Für das jetzt erworbene Grundstück in der neuen Ortsmitte sieht die Gruppe ein weiteres Seniorenzentrum mit barrierefreien Wohnungen vor. Ambulant betreute Wohngemeinschaften könnten hier ebenso einen Platz finden wie Mehrgenerationen-Wohnen, Tagespflege und eine Begegnungsstätte mit Café. Über ein Koordinationsbüro rund um das Thema Alter sollten alle Angebote miteinander vernetzt werden.
„Das Projekt ‚Wohnen in der Ortsmitte’ ist eine einzigartige Chance für Menschen, die bezahlbaren Wohnraum suchen“, sagte Nestelhut. Sozial verträgliche Wohnungen zu schaffen, sei das oberste Ziel. Den Bedarf vor Ort hatten Nestelhut und seine Mitstreiter ebenfalls eruiert. Demnach leben aktuell 721 Senioren über 65 Jahre in der Gemeinde, 23 davon in dem genossenschaftlich organisierten Seniorenzentrum. Die Warteliste sei mit 36 Interessenten gut gefüllt. Die aus dem Schwarzwald angereiste Moderatorin, Sozialpädagogin Luzia Eitenbichler, die bereits 2021 über ein ähnliches, eigenes Projekt berichtet hatte, sprach von einem großen Schritt.
Auch die Projekt-Arbeitsgemeinschaft Mobilität um Sprecher Michael Beer stellte umsetzbare Ideen vor. Nach Abwägen von Für und Wider verschiedener Mobilitätskonzepte lehnte die Gruppe den Einsatz eines Rufbusses für Frickingen als zu teuer ab. Ihre Empfehlung ging aus Klimaschutzgründen hin zur Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs, wo immer dies möglich sei. Ein Car-Sharing-Projekt soll weitergeführt und mit Expertenrat umgesetzt werden. Zusätzlich möchte die Gruppe das Angebot des Salemer Linzgau-Shuttles „von Haustür zu Haustür“ auf die Frickinger Gemarkung ausweiten. Der Fahrdienst des Bürgervereins Miteinander könnte hier integriert werden.
Montag, 14. März 2022
Anfrage an Hr. Härle
Heute geht es mir um eine konkrete Nachfrage zur Gemeinderatssitzung am 14.2.22 mit den Tops Ö7 und Ö8, also um die Vergabe der Gewerbeflächen.
Hr. Dürrhammer war krank und die beiden Flächen- Anwärter kamen zur Gemeinderatssitzung.
Es ist mir nicht bekannt ob sie von Hr. Härle dazu aufgefordert worden waren.
Bei den entsprechenden Tops holte Hr. Härle die Bewerber
nacheinander ans Mikrofon, was weder angekündigt noch vorab besprochen worden
war.
Noch unter dem unmittelbaren Eindruck ihrer Vorstellung ließ Hr. Härle
über die Tops abstimmen.
Einerseits gab es 2 Gemeinderäte, die sich für die
zusätzlichen Informationen bedankten.
Andererseits fasste P. Herter noch während der Sitzung das generelle
Unbehagen einiger Gemeinderäte über dieses Vorgehen in Worte.
Es ist grundsätzlich fraglich, ob dieses Vorgehen rechtskonform war.
In der Fachliteratur zur GemO heißt es, dass der BM mit der Verhandlungsleitung u.a. auch das Recht hat "das Wort zu erteilen". Jedoch bezieht sich diese Aussage ausschließlich auf die Gemeinderät*innen.
So heißt es u.a. bei Kunze/Bronner/Katz GemO (Kommentierung zu § 36 Randziffer 5 u.a. , in dem es um die Verhandlungsleitung u. den Geschäftsgang der Ratssitzung geht)
"Zuhörern kann grundsätzlich das Wort nicht erteilt werden, es sei denn, der Gemeinderat hat im Rahmen des § 33 (4) der Geschäftsordnung eine Fragestunde anberaumt."
Eine Fragestunde war an diesem Tag nicht anberaumt. Zudem wäre eine Fragestunde sicher nicht der zulässige Rahmen für eine derartige Betriebsvorstellung gewesen.
Mein Blick in die
Gemeindeordnung §33 sowie die Hauptsatzung der Gemeinde zeigt mir
folgendes Bild:
Die Zuständigkeit "Zuziehung Sachkundiger Einwohner oder Sachverständiger
zu Beratungen" steht laut Gemeindeordnung ursprünglich dem Rat zu,
wurde aber 2017 durch die Hauptsatzung
§ 10 (2) h) auf den Bürgermeister übertragen
Hr. Härle kann also die Zuziehung sachkundiger Einwohner und Sachverständiger zu den Beratungen einzelner Angelegenheiten im Gemeinderat und in beratenden Ausschüssen vorgeben, um diesen in der Sitzung das Wort zu erteilen.
Jedoch ist zu bezweifeln, dass ein
"Anwärter auf ein Grundstück" einen Sachkundige Einwohner nach
§ 33 GemO darstellt, denn er verfolgt ja lediglich sein ganz persönliches
Anliegen.
Und genau darüber haben die Gemeinderäte in der Sitzung zu entscheiden.
Jeder Gemeinderat wäre in dieser Situation befangen und müsste den Kreis verlassen - und dürfte dann auch nicht vorher noch mal kurz für sich selbst sprechen.
Daher möchte ich Sie bitten, offiziell Stellung zu diesem Vorgang zu nehmen.
Wenn es Ihnen darum ging, den (vorhandenen)
Informationsbedarf des Gemeinderates zu unterstützen, wäre ein Austausch
auf GR-Ebene sicher sinnvoll.
Mit Sicherheit könnten wir zusammen rechtskonforme Möglichkeiten zur
Optimierung des Ablaufs absprechen.
Heute morgen kam die Antwort von Hr. Härle. Der Punkt wird bei der nächsten Gemeinderatssitzung beraten.
Ihre Bedenken und Vorbehalte zur Einbindung und Beteiligung von Gewerbetreibenden bei der Vergabe von öffentlichen Grundstücken nehme ich sehr gerne zum Anlass, diese Frage im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung zu diskutieren und zu besprechen. Diesen Tagesordnungspunkt setze ich auf die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung am 29. März 2022 in der ich Ihnen dann sehr gerne Rede und Antwort stehen werde, weshalb ich den Gewerbetreibenden die Möglichkeit eingeräumt habe ihren Antrag auf Grundstückserwerb dem Gemeinderat näher zu erläutern
Samstag, 5. März 2022
Breitbandausbau beschlossen - Netz aus der Hand gegeben
Der Breitband-Ausbau geht endlich voran. Es war der Gemeinderat. der das während der letzten Haushaltsdebatten dringend gemacht hatte Und da waren sich mal alle Fraktionen einig.
Warum trotzdem Vorbehalte bei der Vergabe bestanden, das lag an der Vorlage der Gemeindeverwaltung. Obwohl im Vorfeld einige Fragen eingeschickt worden waren, wurden diese erst in der Sitzung beantwortet. Eine Möglichkeit für weitere Nachfragen oder Abstimmung untereinander war dadurch verbaut, das finden wir grundsätzlich nicht richtig.
Zudem war die Frage präsent: Wie wirkt sich die Entscheidung langfristig aus? Das Energienetz war vor einigen Jahren von der Gemeinde zurückgekauft worden, mit sehr positiven Ergebnissen für den Gemeindehaushalt. Das Breitbandnetz hat vermutlich nicht weniger Bedeutung für die Kommune als das Energienetz - weshalb also sollte dieses überhaupt erst aus der Hand gegeben werden?
Natürlich sind die Kapazitäten der Gemeinde sehr begrenzt, das bezweifelt keiner der Gemeinderäte - dafür gäbe es die Möglichkeit dem Zweckverband Breitband Bodenseekreis beizutreten, um das Netz trotzdem in Öffentlicher Hand zu behalten. Das war bereits beschlossene Sache, wurde dann aber von der Verwaltung nicht umgesetzt. Weshalb also wurde diese Möglichkeit in der Vorlage von vorne herein verworfen?
Ergebnis der Abstimmungen:
Der Antrag von P. Karg auf Vertagung auf die nächste Sitzung scheiterte an der Bürgermeisterstimme (dafür: Großteil der Gemeinderäte der GOL und der FWV)
Der Bürgermeisterantrag wurde bei 5 Enthaltungen (GOL ohne M. Möller) angenommen
02.02.2022 | VON MIRIAM ALTMANN UEBERLINGEN.REDAKTION@SUEDKURIER.DE hier
Vorstoß für schnelles Internet
Firmenvertreter Harald Heinze gab einen Überblick über die Versorgungslage in Salem: In 96 Prozent der Haushalte seien mindestens 30 Megabit pro Sekunde verfügbar, in 59 Prozent der Haushalte mindestens 100 Megabit pro Sekunde. „Die Eingriffsschwelle liegt bei 100 Megabit: 41 Prozent der Haushalte fallen darunter und auch die 4 Prozent weiße Flecken sind in den förderfähigen Anschlüssen enthalten.“ 1460 Adressen seien somit betroffen, allein 39 Prozent in Neufrach.....
Um das weitere Vorgehen festzulegen, so von Holten, müsse die Gemeindeverwaltung jetzt entscheiden, nach welchem Modell sie den Breitband-Ausbau vorantreiben wolle. „Es ist mit Förderungen durch den Bund in Höhe von 50 Prozent und in Höhe von 40 Prozent durch das Land zu rechnen, wodurch bei der Gemeinde ein Kostenanteil von 10 Prozent verbleiben wird“, erläuterte Andre von Holten. Harald Heinze, BK Teleconsult, ergänzte: „Ob das so bleiben wird, weiß man nicht, daher haben wir mit der Gemeindeverwaltung beschlossen, das jetzt anzugehen.“
Zur Auswahl stehen laut Berater das Wirtschaftlichkeitslücken- und das Betreibermodell: Beim erstgenannten Modell werde ein Betreiber per Ausschreibung ermittelt, der das Glasfasernetz ausbaue und dafür die Verantwortung trage. Die Wirtschaftlichkeitslücke sei die Summe, die aus Fördermitteln zugeschossen werden müsse, damit das Netz wirtschaftlich betrieben werden könne. Beim Betreibermodell sei die Gemeinde der Investor, der Bauplanung, Ausbau und Netzbetrieb selbst ausschreibe. Eine weitere Möglichkeit sei laut Berater der Beitritt zum Zweckverband Breitband Bodenseekreis, der auf das Betreibermodell setze. Da die Verfügungsgewalt beim Zweckverband liege und durch viele Stimmberechtigte ein hoher Abstimmungsaufwand herrsche, seien die Eingriffsmöglichkeiten für einzelne Kommunen beschränkt, sagte Harald Heinze.
Die Gemeindeverwaltung benannte ihren Favoriten: „Die Vorteile liegen beim Wirtschaftlichkeitslückenmodell, weil das Betreibermodell personalintensiv ist, die Gemeinde den Gesamtausbau vorfinanzieren muss und das Verfahren durch die Trennung von Ausbau und Betrieb sehr lange dauert“, fasste Andre von Holten zusammen. Bürgermeister Manfred Härle fügte hinzu: „Wir als Verwaltung würden uns für das Wirtschaftlichkeitslückenmodell aussprechen, denn da sehen wir die Chance, den Ausbau in der gewünschten Schnelligkeit in die Realität umzusetzen.“
....Ulrike Lenski (GoL) bezweifelte, dass das Ausbautempo im Zweckverband langsamer sei. Sie sehe eine bessere Position gegeben, wenn man im Verband gemeinsam auftrete und ausschreibe. Härle wies im Gegenzug auf Abwicklung in der Praxis und die Kosten hin. Lenski blieb hartnäckig: „Sehen Sie keine Vorteile darin, Eigentümer der Infrastruktur zu bleiben?“, fragte sie wegen der Preisbildung und der Abhängigkeiten. Heinze antwortete, dass man auch als Mitglied eines Zweckverbands abhängig sei: „Sie haben ein Eigentum, aber keinen Zugriff, weil Sie die Verfügungsgewalt abgegeben haben.“ Härle erklärte: „Wir machen das lieber mit einem Planungsbüro, wir spielen ungern über Bande.“ Auch dem Verband müsse man zuarbeiten. Fiedler sagte: „Das Argument gegen den Zweckverband war, dass wir selbst agieren wollten. Jetzt sollen wir das Wirtschaftlichkeitslückenmodell nehmen, weil wir es nicht selbst können“, beschrieb sie die wahrgenommene Diskrepanz. Sie sei nicht sicher, ob das Gremium entscheidungsreif sei.
So viele Breitbandanschlüsse sind laut Gemeindeverwaltung in den Salemer Ortsteilen förderfähig:
Neufrach: 569
Mittelstenweiler: 157
Grasbeuren: 119
Oberstenweiler: 113
Buggensegel: 109
Beuren: 103
Tüfingen: 85
Mimmenhausen: 78
Rickenbach: 71
Weildorf: 30
Stefansfeld: 26
Freitag, 4. März 2022
Der EEA startet holprig ins Jahr 2022
Lange mussten wir drauf warten. Im Mai 2020 beschloss der Gemeinderat, dass man den EEA nun auch in Salem einführen sollte. Jetzt im Januar 2022 kam der beauftragte Berater endlich in den Gemeinderat.
Es geht also los - hoffentlich - denn bisher ist noch nichts geschehen. Von Vorbild beim Klimaschutz kann noch längst nicht die Rede sein, wird aber hoffentlich irgendwann kommen.
Schauen wir mal, wann wir das nächste Mal davon hören werden....Abgesehen davon steht auch noch der gesetzlich verpflichtende kommunale Energiebericht aus, der eigentlich 2021 hätte vorliegen sollen......
Südkurier hier
Gemeinde will Vorbild beim Klimaschutz werden
Aller guten Dinge sind drei: Nachdem er zweimal kurzfristig verhindert gewesen war, stellte sich der Berater Thomas Hamm den Fragen der Gemeinderäte bezüglich des Verfahrensstands beim European Energy Award (EEA). Das Programm, das Kommunen auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz unterstützt, sei als Projektmanagement zu verstehen, hob Hamm an. Es gebe 79 Einzelmaßnahmen, wie eine Gemeinde aktiv werden könne, doch zunächst müsse detailliert geklärt werden, wo Salem aktuell steht: „Wir sind gerade bei der Ist-Analyse, den Fragebögen aus dem Maßnahmenkatalog“, berichtete der Berater. Erst später werde ein energiepolitisches Arbeitsprogramm erstellt, das Stück für Stück in die Umsetzung gehe, wobei der Gemeinderat die Entscheidungen treffe.
"Dilemma bei Vergabe von Grundstücken"
Es war schon ein aussergewöhnlicher Vorgang, dass der der Bürgermeister plötzlich 2 Grundstücksanwärter in der Sitzung nach vorne rief. Durch die fehlende Vorankündigung setzte er die Gemeinderäte unter Druck. So kam ein wenig hilfreicher und sehr persönlicher Zug ins Spiel, der auch noch tendentiös ausgespielt wurde. Fairer wäre eine vorherige Absprache mit dem Gemeinderat gewesen.
In der Salemer Hauptsatzung ist festgeschrieben, dass die "Zuziehung Sachkundiger Einwohner oder Sachverständiger zu
Beratungen" vom Gemeinderat auf den Bürgermeister übertragen wurde.
Es ist allerdings fraglich, ob die Konsequenzen allen Gemeinderäten beim Beschluss bewußt waren? Was passiert denn nun, wenn die Gemeinderäte jemanden anhören wollen, der dem Bürgermeister nicht genehm ist? Wird derjenige dann trotzdem in der Sitzung nach vorne gerufen?
Auch darf man bezweifeln dass "Anwärter auf ein Grundstück" als
Sachkundige Einwohner nach § 33 GemO zu bewerten sind.
In der gängigen Kommentierung von Kunze/Bronner/Katz GemO zu § 36
Randziffer 5 u.a. (hier geht es um die
Verhandlungsleitung u. den Geschäftsgang der Ratssitzung) heißt es:
"Zuhörern kann grundsätzlich
das Wort nicht erteilt werden, es sei
denn, der Gemeinderat hat im Rahmen des § 33 (4) u. der Geschäftsordnung eine
Fragestunde anberaumt."
Eine offizielle FRAGESTUNDE war aber nicht anberaumt.
Daher hat die Frage von P. Herter eine ganz besondere Brisanz: wie soll das so begonnene, undurchsichtige Spiel jetzt weiter gehen?
Auch darf man den Kommentar des Bürgermeisters "Es sei sicher keine kommunalpolitische Aufgabe, Vorgaben zu machen, wie groß ein Unternehmer sein dürfe" sehr wohl hinterfragen.
Wer die Flächendiskussionen im Kreis verfolgt, der muss wissen wie knapp Bauflächen sind.
Und der muss auch wissen, welch intensive Diskussionen um den Flächenfraß stattfinden, landauf wie landab. Seit vielen Jahren ist die Beschränkung des Flächenfraßes eine Vorgabe des Landes (auch schon zu CDU-Zeiten war das ein Thema) , die aber von den einzelnen Kommunen (Kreisen, Regionalverbänden...) aus Eigeninteresse immer wieder ausgehebelt wird.
(Auf der Seite des Aktionsbündnis Grünzug Salem hier gibt es einen sehenswerten Film dazu)
Solche Diskussionen in Salem einfach abzuwürgen, indem der Vorsitzende Beiträge anders denkender Gemeinderäte nicht mehr zulässt, aber sich dann selbst das Recht nimmt, ausführlich über seine Sicht zu reden - das hat ein ziemliches Nach-Gschmäckle.
Denn natürlich geht es auch darum: wenn man einem Anwärter das gesamte Rest-Grundstück zuspricht, dann geht ein Anderer dafür leer aus. Besser wäre es doch, sich sinnvoll zu beschränken?
Die Zeiten haben sich drastisch verändert, schon heute gelten ganz andere Dinge als vor 10 Jahren und um uns herum bewegt es sich immer schneller - heute gilt es, durch Beschränkung unserer Lebensweise, Verantwortung für die nächsten Generationen zu übernehmen, die massiv unter der Klimakrise leiden werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht so bestätigt und das sollte auch für uns gesetzt sein.
(Auch dazu gibt es lesenswerte Artikel auf der Seite des ABÜ hier)
Und deshalb suchen wir nach neuen Wegen, um Entwicklung weiterhin möglich zu machen, auch wenn die Flächen knapp werden. Wir müssen diese Diskussion dringend führen, auch wenn sich manch einer in Verkennung unserer aktuellen Situation immer noch dagegen stemmt - ein "Weiter so wie bisher" ist keine Option mehr.
Doch zurück zur konkreten Vergabe: Beide Flächen wurden vergeben
01.03.2022 | VON MIRIAM ALTMANN UEBERLINGEN.REDAKTION@SUEDKURIER.DE hier
Es läuft gut am neuen Standort im Gewerbegebiet von Neufrach: Das vermittelte die Firma Fruit Tec in ihrem Antrag an die Gemeinde, noch einen Streifen an der Ostseite ihres Grundstücks mit einer Breite von etwa sieben bis neun Metern kaufen zu wollen. Andre von Holten vom Amt für Bauverwaltung sagte in der Gemeinderatssitzung, die Firma brauche den Streifen für weitere Stellplätze, da die Zahl der Mitarbeiter gestiegen sei und die Firma weitere Arbeitsplätze schaffen wolle.Sonntag, 30. Januar 2022
Busverbindungen am Bedarf vorbei
Südkurier 28.01.2022 hier
Gute und schlechte Nachrichten hatte Henriette Fiedler (FWV), was die Anbindung von Oberstenweiler an den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) angeht: Es gebe eine neue Busverbindung Richtung Markdorf, die den Teilort alle zwei Stunden bedient habe, solange der Bus noch ohne Fahrplan gefahren sei. „Mit der Veröffentlichung des Fahrplans sind die wichtigsten Verbindungen gestrichen worden“, beklagte die Ortsreferentin in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Nachmittags fahre der Bus nur bis Mittelstenweiler, morgens halte er sogar nur unten an der Landstraße. „Wir bitten darum, dass die Verwaltung ihr Gewicht in die Waagschale wirft“, appellierte Fiedler, „sonst wird es nichts mit dem ÖPNV.“
Virginia Bürgel, Leiterin des Amts für Bürgerdienste, entgegnete, dass der Fahrplan immer noch nicht feststehe. Es solle noch Änderungen in Oberstenweiler geben, doch sie könne nicht versprechen, dass diese den Wünschen entsprächen. Bürgermeister Manfred Härle warf ein, dass es mit dem Rufbus Emma ein Angebot der Gemeinde gebe, das günstiger als der Linienverkehr sei: „Mir erschließt sich die Fahrplanänderung auch nicht, aber wir haben die komfortable Möglichkeit, eine Stunde vorher anzurufen und den Rufbus für 1 Euro zu holen“, sagte er. Fiedler erwiderte: „Emma ist eine feine Sache innerhalb der Gemeindegrenze.“ In Oberstenweiler seien viele Menschen Richtung Markdorf orientiert, was unter anderem Arztbesuche betreffe. Der Bürgermeister versprach, nochmals nachzufragen.
Zum Thema Rufbus schaltete sich GoL-Gemeinderat Klaus Bäuerle ein: „Das Angebot wird nicht wahrgenommen – ich weiß nicht, woran das liegt.“ An Werbung mangele es jedoch nicht, war sich Manfred Härle sicher, da in jeder Ausgabe des Amtsblattes darauf hingewiesen werde. „Jeden Monat überweisen wir 12 000 Euro“, verdeutlichte der Bürgermeister. Daher wünsche er sich, dass der Rufbus von der Bevölkerung auch angenommen werde. „Dauerhaft werde ich da nicht zuschauen, irgendwann wird das eingestellt“, stellte Härle als Konsequenz in Aussicht.
Samstag, 29. Januar 2022
Wohnungsnot: Mehr Bauen allein löst die Probleme nicht
Die Zeit hier Eine Kolumne von Petra Pinzler
Fünf vor acht
Wenn in so einem Moment dann auch noch über Nacht ein Fördertopf der Bundesregierung geschlossen wird – wie am vergangenen Wochenende die Neubauförderung für Effizienzhäuser – dann stöhnen natürlich erst mal viele Leute. Nur stöhnen sie zu Recht?
Oder plakativer formuliert: Sollte es ein Bürgerrecht auf das staatlich geförderte Einfamilienökohaus geben?
Donnerstag, 27. Januar 2022
"Grundstücksmangel und Klimawandel: Wie wir in Zukunft bauen und wohnen"
Schwäbische Zeitung hier von Stefan Fuchs, Auszüge in blau
„Wohnen ist eine existenzielle Frage“, sagt Marc Kirschbaum. Er ist Professor für Architekturtheorie und Entwerfen, außerdem Studiengangsleiter für Architektur an der renommierten Hochschule Heidelberg. ...Während neue Grundstücke häufig unerschwinglich sind, wird in den Städten die Bausubstanz immer älter. Einfach alles zu planieren und neu zu bauen geht auch nicht, denn: „Ohne Bauwende schaffen wir keine Klimawende“, sagt Kirschbaum......
Weltweit liegt der Bau- und Gebäudesektor laut einem UN-Bericht von 2020 bei 38 Prozent der weltweiten Emissionen. Zum Vergleich: Der internationale Flugverkehr liegt bei rund 2,5 Prozent.
Kirschbaum plädiert deshalb dafür, so viel vorhandene Bausubstanz zu verwenden, wie nur irgend möglich. „Im Bestand ist die verbrauchte Energie quasi schon vorhanden“, sagt er. Aber es gibt auch Nachteile: „Bauen im Bestand ist immer anstrengender und mit Neubau lässt sich mehr Geld verdienen.“ ....
Während modernes Wohnen heute noch häufig mit viel Glas und Beton assoziiert wird, sieht Kirschbaum einen viel traditionelleren Baustoff als Zukunftsträger: „Holz, Holz und nochmal Holz“, sagt er. Auch wenn der Markt aktuell in der Krise stecke, führe kein Weg daran vorbei. Überhaupt wünscht Kirschbaum sich keine futuristisch anmutenden Konzepte, sondern ein „viel einfacheres, weniger technikgeprägtes Bauen“.
Was zum Beispiel Isolierung, Verschattung und Belüftung angehe, zeige die Geschichte ausreichend verblüffend effiziente Konzepte. Beton bliebe dann eher für Werkshallen und Fabriken vorbehalten. Erste Hochhäuser aus Holz gibt es bereits, das höchste in Deutschland ist das 34 Meter hohe, zehnstöckige „Skaio“ in Heilbronn. Treppenhaus und Fundament bestehen aus Brandschutzgründen aus Stahlbeton, die Fassade ist mit Aluminium verkleidet.....
Detlef Gürtler, Zukunftsforscher am Schweizer Gottlieb-Duttweiler-Institut in Rüschlikon bei Zürich, plädiert ebenfalls für den Umbau vorhandener Häuser. „Allein schon aus ökologischen Gründen sollten wir so wenig neu bauen wie möglich.“ Für dennoch notwendige Neubauten sieht auch Gürtler im natürlichen Rohstoff Holz das Baumaterial der Stunde. Doch nur weil sich durch mehr Singlehaushalte und neue Wohnformen die Bedürfnisse änderten, müsse man nicht auf das verzichten, was bereits besteht. „Häuser halten klassischerweise länger als Lebensstile“, sagt er.
„Wir brauchen kleinere Wohnungen für Singles, aber dafür reicht manchmal eine neue Einteilung aus.“
Eine Forsa-Umfrage aus dem Februar bestätigt diese These: 92 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass mehr Grün in den Städten die Aufenthaltsqualität verbessern würde. Eine Einschätzung, die die Soziologin und Autorin Christa Müller teilt. "Der Mensch braucht Zugang zur Natur, um sich selbst als Teil von ihr zu begreifen“, sagt sie.
Doch nicht nur soziologische Aspekte spielen für sie eine Rolle, sondern auch die Bedeutung von Grünflächen für Arten- und Klimaschutz. ..
Marc Kirschbaum sieht ungenutztes Potenzial in vielen Einfamilienhäusern auf dem Land. „Besonders Senioren wohnen auf überdurchschnittlich vielen Quadratmetern, weil sie verständlicherweise das Eigenheim nicht verlassen wollen“, sagt er.
Durch den Einbau von Einliegerwohnungen oder sogenanntem Wohnen für Hilfe – dabei wohnen Studentinnen und Studenten zu günstigen Konditionen mit Menschen zusammen, denen sie Arbeiten in Haushalt und Garten abnehmen –könnte leicht zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden, glaubt der Architekt.
Aachen will keine Gewerbeflächen mehr verschwenden
Auch bei uns wird um Gewerbeflächen gerungen. In der Regionalplan-Fortschreibung sind wiederum 800 ha Fläche ausgewiesen für die Entwicklung neuer Industrie-und Gewerbegebiete.
In Salem droht das Zusammenwachsen von Neufrach und Buggensegel durch ein Riesen-Gewerbegebiet.
Daher sind Vorbilder wie Aachen für uns besonders wertvoll - sie zeigen auf: Es geht auch anders - wenn man will.
WDR hier Von Ulrike Zimmermann
Gewerbeflächen sind knapp. Auch in Aachen. Und deshalb will die Stadt damit künftig sparsamer umgehen. Die neue Devise heißt: Hochstapeln statt in die Fläche gehen.
Die Stadt hat festgestellt, dass die vorhandenen Gewerbegebiete längst nicht voll ausgenutzt werden. Viele Unternehmen haben zum Beispiel ihre Gewerbehallen nur eingeschossig gebaut, obwohl mehrere Geschosse zugelassen wären. Das verbrauche viel Fläche, heißt es in einem Bericht der Stadtverwaltung für den städtischen Wirtschaftsausschuss, der am Dienstag tagt.
Nachhaltig und flächensparend
Sparsamer Umgang mit Flächen bedeutet zugleich weniger versiegelter Boden.
Lösung für die Wohnungsnot: Leben über dem Supermarkt-Parkplatz
Und auch da haben wir ein großes Problem: Flächenfraß im riesigen Ausmaß durch Ausweisung von neuen Wohngebieten. Insbesondere der § 13 b ist ein wahnsinniger Flächenfresser, bei dem auch noch alle Naturschutzbelange ausgehebelt werden.
Der Regionalplan hat 2021 über 1000 ha neue Wohnflächen in der Fortschreibung ausgewiesen (für 20 Jahre) - am Rand unserer Siedlungen.
2017-2019 wurden durch §13b (in 2,5 Jahren) zusätzlich 330 ha Fläche überbaut.
Sprich: diese Flächen sind noch nicht einmal in der Regional-Berechnung enthalten sondern kommen einfach so dazu....
So geht es nicht weiter! Und daher brauchen wir neue Ideen.
Schwäbische Zeitung hier von Hanna Gersmann
Droht da die triste Stadt, eine neue Ära des Plattenbaus, architektonische Einöde? Denn jetzt soll alles zack, zack gehen, gebaut und gebaut werden, damit Wohnen bezahlbar wird. Die neue Bundesregierung verspricht 400 000 neue Wohnungen im Jahr, davon 100 000 Sozialwohnungen. SPD-Bundesbauministerin Klara Geywitz will dafür „den Bauprozess beschleunigen“ und in Serie bauen. Gut und machbar?
Dienstag, 25. Januar 2022
Breitbandausbau
Vorstellung der Ergebnisse des Markterkundungsverfahrens Breitband zum Förderprogramm „Graue Flecken“ und Festlegung des weiteren Vorgehens zur Verbesserung der Breitbandversorgung in der Gemeinde Salem
Bereits am 18.9.18 hatte der Gemeinderat Salem den Beschluß gefasst, dem damals neu gegründeten "Zweckverband Breitband" beizutreten. Dieser Beitritt erfolgte nicht durch die Verwaltung und das Thema verschwand unbeachtet in der Versenkung, weshalb wir uns im Januar 2021 genötigt sahen, einen Antrag auf Unterrichtung bezüglich des Standes Breitbandausbau zu stellen (hier).
Im Herbst dann erfuhren wir von der erfolgreichen Millionen- Förderung im Zweckverband (hier) an der Salem nun nicht beteiligt war. Bürgermeister Härle begründete dies damit, dass "nur" die "weißen Flecken" gefördert worden seien und nicht die "grauen Flecken" die in Salem den Hauptanteil ausmachen.
Die "weißen Flecken" bewegen sich laut Markterkundung im Bereich von 4% in Salem
Zur Haushaltsdiskussion am Jahresende 2021 wurde dann lebhaft diskutiert. Im Haushaltsplan waren ausschließlich Kosten zur Verlegung von Leerrohren zu finden - ein netter Ansatz, aber keine nachdrückliche Verbesserung der unzureichenden Situation. Alle Fraktionen forderten hier eine Nachbesserung.
Ausgehend von der ähnlich strukturierten Gemeinde Meckenbeuren, die 6,5 Mio € zugesprochen erhalten hatte, mussten wir bei einer Mittelvergabe von mindestens 10% Eigenanteil ausgehen. Grob gesagt von 650.000 €.
In der Sitzung vom 7.12. waren diese notwendigen Eigenanteile dann endlich im Haushaltsplan abgebildet
Das notwendige Markterkundungsverfahren wurde in Auftrag gegeben und war dann in Salem im Dezember 2021 abgeschlossen. Dieses dient offiziell dazu festzustellen , in welchem Umfang noch Ausbaubedarf herrscht und ob dieser Ausbau von den bereits im Gemeindegebiet vertretenen Betreibern geplant ist. Falls nicht, muss die Gemeinde den Ausbau aktiv ausschreiben.
Die Sitzungsunterlagen vom 24.1.22 zu diesem Thema gefielen uns nicht besonders gut.
Es blieben viele offene Fragen, die Aussagen schienen nicht besonders objektiv.
Unabhängig von einander reichten sowohl die Freien Wähler als auch die GOL eine Nachfrage-Liste ein, die beide nicht vor der Sitzung beantwortet wurden. Wenn auch in der Sitzung diese Fragen dann beantwortet wurden - es gab keine Möglichkeit des Austausches vor der Abstimmung.
Und da wir alle keine Fachleute sind, ist für uns die Möglichkeit des Austausches und des Nachfragens bei entsprechenden Stellen schon wichtig.
Für uns war - im Gegensatz zum Bürgermeister - der Beitritt zum Zweckverband durchaus eine Option. Damit wäre das Leitungsnetz in der Hand der Gemeinde /des Gemeindezusammenschlusses geblieben und nicht bei den Unternehmen. Wir waren uns vermutlich alle einig, dass ein Ausbau in Eigenregie die Verwaltungskapazität bei weitem überfordern würde.
Somit hätte der Zweckverband womöglich den Ausweg geboten, um die Arbeiten zu vergeben, das Netz aber in der Hand zu behalten. Dazu muss man nur an die Entscheidung vor einigen Jahren denken, das Stromnetz für die Gemeinde zurückzukaufen.
Dem stand die Aussage gegenüber, dass der Ausbau wesentlich schneller über die Vergabe an die Unternehmen funktionieren würde.
Vorrausgesetzt die Argumente stimmen, dem Prinzip nach also wieder einmal die Entscheidung zwischen "schneller Lösung" und "für die Gemeinde nachhaltige Lösung".
Die Aussage seitens Bürgermeister Härle ging in die Richtung, dass mit dem Betreibermodell in 2 Jahren der Ausbau abgeschlossen sei (was natürlich auch nicht schlecht wäre, wir lassen uns überraschen)
Ich stellte aus den geschilderten Überlegungen heraus den Antrag, diese Sitzung als informelle Sitzung zu behandeln und erst in der nächsten Sitzung zu beschließen. Dieser wurde von den Freien Wählern und der GOL größtenteils unterstützt und lief auf eine Patt-Situation hinaus, die wieder einmal durch Bürgermeisterstimme negativ entschieden wurde.
In der anschließenden Abstimmung wurde die Ausschreibung und Vergabe im Wirtschaftlichkeitslückenmodell beschlossen, bei 5 Enthaltungen durch GOL:
- der Betreiber investiert in den Ausbau der passiven Infrastruktur und in die Technik
- Eigentum und Risiko des Netzausbaus liegt beim Betreiber
-Einmaliger Zuschuss durch Gemeinde, damit der Betreiber das Netz wirtschaftlich betreiben kann
Schreiben vorab von Salem Funk an die Gemeinderäte:
Bei der heutigen Gemeinderatssitzung wird unter TOP 3 " Die Ergebnisse des Markterkundungsverfahrens Breitband zum Förderprogramm"Graue Flecken" und Festlegung des weiteren Vorgehens zur Verbesserung der Breitbandversorgung in der Gemeinde Salem", vorgestellt.
Die Glasfaserversorgung von Salem relativiert den Mobilfunkbedarf, weil die schnelle Datenübertragung über eine sichere und stabile Glasfaser gegenüber dem Mobilfunk, deutliche Vorteile bringt. Ein Vorteil der uns besonders wichtig ist, dass Glasfaser und Breitband keine Strahlenbelastung auslöst.
Schlechte oder langsame Internetverbindungen, müssen nicht mehr mit Mobilfunk ersetzt werden. Damit kann der Mobilfunk auf "so viel, wie nötig", geplant werden.
Das Thema Glasfaser/Breitbandversorgung für Salem ist sehr komplex: Da es sich um eine kommunale Aufgabe handelt, geht es um Betreibermodelle und um Kooperationen und Verbände. Es geht um Fördertöpfe und Finanzierung,
Wir denken, dass dieses wichtige Thema, in einem beratenden Ausschuss des Gemeinderates, ohne eine Zeitverzögerung auszulösen, bearbeitet werden sollte.
Es geht um einen Zukunftsplan für Salem, für alle Teilorte und für alle Bürger. Es geht um mehr, als um die verantwortliche Verwendung von Fördertöpfen. Es geht um das Gemeinwohl.
Wie kann sichergestellt werden, dass die ganze Gemeinde in diesen Plan einbezogen werden kann?
Wie nimmt man in diesem wichtigen Vorhaben die Bürger mit? "Tue Gutes und sprich darüber!" Der wirtschaftliche Erfolg der Maßnahmen, hängt letztendlich von der Akzeptanz der Bürger ab.
Wir danken Ihnen für ihre verantwortungsvolle Arbeit, die Sie für die Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde leisten!
Wir unterstützen Sie gerne!
Liebe Grüße im Namen von SalemFunk
Micha Presser
-
Süddeutsche Zeitung hier unter der Rubrik "Wirtschaft" v on Lars Langenau Wohnungsverband Detailansicht öffnen Die Wohnungsw ...