Mittwoch, 1. Dezember 2021

Vergabe der letzten Flächen im Gewerbegebiet

2 neue Vergaben standen in der letzten Gemeinderatssitzung (23.11.21)  auf der Tagesordnung, dieses Mal tatsächlich von 2 heimischen Betrieben: Abdichtungstechnik Lopatta und FridaFrisch.


Die Diskussion darüber kann niemanden im Gemeinderat  mit Stolz erfüllen, im Gegenteil. Wir bedauern außerordentlich, dass die Diskussion letztendlich auf dem Rücken der Antragsteller ausgetragen wurde, weil sich der Gesamt-Gemeinderat nicht frühzeitig zu einem flächensparenden Gesamt-Konzept im Gewerbegebiet durchringen konnte.

Wir hatten bereits vor den Sommerferien bei der Diskussion um Vergabe an Sun2energy GmbH (27.7.21  hier ) Folgendes zu Bedenken gegeben:

Aufgrund der allgemeinen Flächenknappheit ist es uns ein großes Anliegen, die Vergabe von Gewerbe-Bauplätzen in Salem auf eine andere Grundlage zu stellen als bisher.

Wir möchten bei der Flächenvergabe zukünftig Synergieeffekte mitnehmen und Flächensparpotentiale besser berücksichtigen.

 

Zur Erinnerung: am letzten Freitag fand der "GewerbeflächenDialog Bodenseekreis" von der  Wirtschaftsförderung Bodenseekreis statt. Schirmherr der Veranstaltung war unser Landrat  Wölfle.
Dort wurden sehr gute Beispiele aufgezeigt und Ideen präsentiert, die auch in Salem machbar wären. Herr Wölfle kündigte an, dass diese Veranstaltung der Auftakt für eine weitere Veranstaltungsreihe darstelle, da sich gezeigt habe daß an diesem Thema großer Bedarf herrsche.

 

Wir würden daher gerne alle Gemeinderäte dazu einladen, gemeinsam eine Salemer Strategie zu entwickeln, mit der uns eine bessere Vergabe im Sinne von Nachhaltigkeit und Flächeneinsparung gelingen könnte.

In diesem Sinne halten wir es für notwendig, die Gewerbeflächen nicht scheibchenweise nacheinander zu veräußern wie bisher, sondern Anfragen zu sammeln um diese dann zusammenschauend zu sichten und zu bewerten.

Tatsächlich kommt noch Folgendes dazu: ich kann mich nur schlecht damit abfinden, dass sich die Idee der Eiskeller-Nutzung für FridaFrisch zerschlagen hat.Das wäre eine ideale Nutzung des Denkmalgeschützten Gebäudes mitten im Ortskern gewesen. Meines Erachtens wäre es durchaus angebracht gewesen, diesen Vorgang zur Chefsache zu machen. Wurde es aber leider nicht. Warum nicht?
Die Verwaltung hat keine Kapazitäten für "dererlei Dinge" zur Verfügung, das bekommen wir laufend zu hören.

Aus diesem Grund hatte die GOL im Herbst 2020  versucht, einen "Flächenmanager" in Salem zu installieren. Der wurde aber  abgelehnt, weil der Bürgermeister "solche Sachen" bei uns selbst macht. Mit Unterstützung von Peter Frick vom Wirtschaftsforum, wie wir belehrt wurden.

Es hieß "ein Flächenmanager ist bereits in der Verwaltung installiert" und man unterstellte bei der Gelegenheit gleich mal der GOL, "die wolle doch nur nach"Aufmerksamkeit heischen mit einem solchen Antrag".
Im Protokoll steht: "Der Vorsitzende erläutert, dass das Thema nicht neu ist und dass die Verwaltung dieses Aufgabengebiet aktiv bearbeitet und auch bereits Erfahrungen gesammelt hat".

Peter Frick gar erklärte den Antrag zum völligen No-Go, weil "das Wirtschaftsforum doch alles macht". Im Protokoll steht: "GR Frick weist darauf hin, dass es auch im Wirtschaftsforum Salem einen engen Austausch der Gewerbetreibenden gibt. Dort wird auch über freiwerdende Flächen gesprochen. Man ist also seit Jahren bei den genannten Themen aktiv."

(zum Thema: siehe rechte Spalte unter "Flächenmanagement - Das fordert die GOL"
und hier der Post zur GR-Ablehnung am 24.11.20)


Der Verdacht drängt sich auf, dass man wohl entschieden aneinander vorbei geredet hat damals....
Denn: wer hat sich denn nun für diesen Bedarf zuständig gefühlt?
Die "Lösung" war halt mal wieder die Übliche, die ja auch am allereinfachsten funktioniert, solange man über unbeschränkte Flächen verfügen kann : "dann vergeben wir halt eine Fläche im Gewerbegebiet.....
Für eine 500 m2-Nutzfläche über 2 Etagen werden  1725 m2 vergeben. Kein Problem wenn man genügend Fläche hat.......aber hat man die?

Andere Gemeinden sind da wesentlich weitschauender in ihrer Flächenpolitik, manche haben bereits einen Flächenmanager der gezielt berät und unkonventionelle, maßgeschneiderte Lösungen für die Gemeinde ausarbeitet (im Wohn- und Gewerbebereich). Denn Arbeit bedeutet das natürlich schon.
In Gottmadingen an der Schweizer Grenze z.B. werden inzwischen Reihen-Gewerbebauten geplant, um Platz zu sparen. Oder ein kommunales Parkdeck im Gewerbegebiet gebaut, um nochmal bißchen Baufläche zu gewinnen für Kleinbetriebe.

Tatsache ist: Fläche ist ein nicht vermehrbares Gut, und das gilt auch für Salem. Nachbargemeinden stehen bereits mit dem Rücken zur Wand - dort gibt es gar keine Flächen mehr zum Vergeben. Wäre es da nicht angebracht, neue Konzepte zu suchen?

Montag, 29. November 2021

Bebauungsplan Eiskeller in Weildorf

Wir erhielten vom Freundeskreis Hist. Kegelbahn Weildorf ein aufmunterndes Schreiben in Bezug auf den geplanten Bebauungsplan.

Guten Tag!

Sie treffen heute zusammen mit Ihren Kolleginnen und Kollegen in Sachen Bebauungsplan „Eiskeller“ eine mutige, aber auch notwendige Entscheidung, die viel Sensibilität erfordert. Den vorgelegten Begründungen ist nichts hinzuzufügen. Ich erlaube mir als Vorsitzender unseres Freundeskreises Historische Kegelbahn Weildorf insbesondere meine Befriedigung darüber zu äußern, dass mit Ihrem Vorhaben unsere Weildorfer Dorfmitte mit Kegelbahn, Dorf- und Festplatz - auch und insbesondere in ihrer Nutzung - nachhaltig gesichert wird. Ich wünsche Ihnen und den Planern eine glückliche Hand dazu. Gestatten Sie mir abschließend in Erinnerung zu rufen, dass Salems erste Grangie sich dort befand, wo entlang der heutigen Straße „Hangenbach“ nach dem 30-jährigen Krieg vom Kloster Salem Lehenhöfe gegründet wurden, die in ihrer Anlage trotz mehrerer Brände auch heute noch Zeugen unserer kulturellen Wurzeln darstellen.

Freundlich grüßt aus Weildorf

 

Gerhard Wachter

Für den Freundeskreis Hist. Kegelbahn Weildorf

 

 

 

In der Diskussion zeichnete sich dann dennoch eine Spaltung ab, die meines Erachtens durchaus nachvollziehbar ist.
Petra Herter bekräftigte noch einmal, was sie schon in der Sitzung davor zu Protokoll gegeben hatte: sie wird so lange keinem Aufstellungsverfahren für einen neuen Bebauungsplan zustimmen, bis der (bereits ins 7. Jahr gehende) Bebauungsplan Neufrach Ort endlich abgeschlossen ist. Das ist vollkommen verständlich aus meiner Sicht, und durchaus nachvollziehbar.

Henriette Fiedler bekräftigte jedoch ihren Entschluss zum Bebauungsplan Eiskeller. Angesichts der zunehmenden "Begehrlichkeiten" in diesem Bereich ist es wichtig,  dass wir mitreden können. 

Die GOL sieht das genauso: die Ortsmitte von Weildorf ist äußerst sensibel mit ihren alten Bauernhäusern und vor allem mit dem großflächigen Überschwemmungsbereich. Auch ist es unser erklärtes Ziel, der Dorfgemeinschaft ihren Platz rund um die Kegelbahn zu erhalten.



 


Im Rahmen des Aufstellungsverfahrens wurde zudem eine Veränderungssperre verhängt, die max. 2 Jahre dauern kann. Hr. Härle versicherte, dass der Bebauungsplan schneller fertig sein wird.

Samstag, 27. November 2021

Eine sinnvolle Initiative wird vom Südkurier aufgezeigt: "Wenn das Haus im Alter zu groß ist"

Südkurier  hier VON SANDRA MARKERT WIRTSCHAFT@SUEDKURIER.DE

 Ein großes Grundstück, 160 Quadratmeter Wohnfläche: Schön viel Platz für eine vierköpfige Familie, zu viel Platz für zwei Leute......

„Meine Frau und ich sind beide in Bodnegg aufgewachsen, wir haben unsere Familien hier, unser ganzes soziales Umfeld. Wir wollen hier wohnen bleiben. Und wir mögen unseren Garten.“ Stefan Fricker fasst zusammen, was viele Hausbesitzer jenseits der 50 umtreibt: Sich verkleinern wenn die Kinder aus dem Haus sind, das klingt sinnvoll, erst recht angesichts stetig steigender Energiepreise. Aber das gewohnte Umfeld verlassen, dazu sind die wenigsten bereit. Vor allem dann, wenn sie in guter Lage wohnen.

„Aber muss man wirklich ausziehen, wenn man sich verkleinern will?“ Diese Frage treibt Christa Gnann seit Jahren um. Die 56-Jährige arbeitet im Bürgerkontaktbüro der Gemeinde Bodnegg und bekommt dort täglich die Sorgen älterer Gemeindemitglieder mit. Wie das wohl wird, im viel zu großen Haus und womöglich irgendwann auch allein alt zu werden?

.... „Irgendwann kam mir die Idee, ob sich Einfamilienhäuser nicht so teilen lassen, dass darin mehrere Wohneinheiten entstehen“, sagt Christa Gnann.

So könnte man dringend nötigen Platzbedarf für junge Familien schaffen, ohne ständig Neubaugebiete erschließen zu müssen. Und die ältere Generation könnte vielleicht länger in ihren eigenen vier Wänden bleiben, wenn jemand vor Ort wäre, der auch mal Einkäufe übernimmt oder bei der Gartenarbeit mit anpackt. „Vor allem aber würden wir gegen die unglaubliche Wohnraumverschwendung angehen. Was ist das bitte für ein Luxus, wenn überall Zimmer leer stehen, die allenfalls noch als Bügelzimmer genutzt werden. Oder einmal im Jahr als Gästezimmer, wenn an Weihnachten die Kinder zu Besuch kommen?“

Christa Gnann unterhielt sich mit Gemeindemitarbeitern und Architekten, arbeitete ein Projektkonzept aus und bewarb sich damit beim Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg um Fördergelder im Rahmen der Wohnraumoffensive Baden-Württemberg.

Seit Juli kann die Gemeinde interessierten Bürgern nun 400 Stunden kostenlose Beratung durch Architekten anbieten. Es geht um eine Erstberatung inklusive Konzept, wie man das zu groß gewordene Eigenheim umbauen könnte. „Aus alt mach 2 – und mehr“, nennt sich dieses vom Land ausgezeichnete Förderprojekt. In der Gemeinde Bodnegg ist es vom ersten Tag an auf eine riesige Nachfrage gestoßen. Andere Gemeinden bekamen Wind davon und planen nun Ähnliches. „Wir sind regelrecht überrannt worden“, fasst Wolfgang Selbach zusammen, was seit Juli in seinem Architektenbüro los ist. Der 56-jährige Architekt aus Ravensburg hat in den vergangenen vier Monaten im Rahmen des Projekts bereits 45 Familien besucht, Grundrisse studiert und mit den Bewohnern zusammen Ideen entwickelt, wie sich ihr Haus teilen lassen könnte.....

Bei fast allen 45 Familien, die Wolfgang Selbach bislang besucht hat, lässt sich der Umbau vom Ein- in ein Mehrfamilienhaus realisieren. „Manchmal muss man nur einen Windfang und eine zweite Haustür einbauen, dann reichen 5000 Euro.“ Wenn ein zweites Bad, Anschlüsse für eine weitere Küche oder eine Außentreppe dazu kommen, sei man aber auch schnell mal bei 50 000 Euro. ....

Mittwoch, 24. November 2021

Fragen zum Funkbedarfsplan

Ralf Gagliardi hat nochmal bei der Verwaltung nachgefragt:

Wie ist eure Auswahl für das Büro "EMF-Institut"in Köln erfolgt?

Wie im Gemeinderat bereits dargestellt, wurden 2 Fachbüros angefragt, wobei eines der Büros wegen Auslastung abgesagt hatte.

Wer ist dort Ansprechperson für Salem?

Damit das Büro sein Gutachten unbeeinflusst und neutral erstellen kann, ist eine direkte Kontaktaufnahme durch Gemeinderäte oder Bürgerinitiativen nicht vorgesehen.

Gerne würden wir wissen, wie genau der Auftrag an das Büro formuliert wurde und was dieser beinhaltet. Wie wir schon gesagt hatten (und Herr Eglauer hatte dies ebenfalls hervorgehoben), hat diese Frage für das mögliche Ergebnis eine hohe Relevanz.

Der Auftrag beinhaltet folgende Arbeitsschritte:

1.    Mobilfunkversorgungsanalyse für die Gemeinde Salem

Analyse der vorhandenen Mobilfunkversorgung und der topogra­phischen Situation sowie Erstellung einer Immissionsberechnung für die vorhandenen Sendeanlagen für das Gesamtgebiet der Gemeinde Salem:

·         Erfassung der topographischen Daten des Untersuchungsgebie­tes

·         Erfassung der Sendeanlagen aller Mobilfunkbasisstation sowie ggf. sonstiger Sendeanlagen (BOS-Funkdienste, Rundfunk-und Fernsehsender usw.) im Gemeindegebiet sowie in der immissionstechnisch relevanten Umgebung.

·         Durchführung der Immissionsberechnungen

·         Darstellung der Ergebnisse in Karten, in denen die Immissionen durch unterschiedliche Einfärbung dargestellt werden

·         Besprechung und Interpretation der Berechnungsergebnisse, einschl. Identifikation von Standorten, die besonders hohe Im­missionen in ihrer Umgebung verursachen

·         Funktechnische Versorgungsanalyse des Untersuchungsgebie­tes – auch als Grundlage für die Erarbeitung der Empfehlungen zum zukünftigen Aus- oder Umbau der Mobilfunknetze.

 

2.         Standortsuche für Mobilfunksendeanlagen:

Erarbeitung von Standortempfehlungen für neu zu errichtende oder zu verlegende Mobilfunkbasisstationen zur Versorgung des Gebiets der Gemeinde Salem. Die Analyse beinhaltet typischerweise die Untersuchung von Standortbereichen, die über die betreiberseitig spezifizierten Suchkreise hinausgehen.

Für die Standortsuche wird die Versorgungssituation in den unterschiedlichen Funknetzen (GSM, UMTS, LTTE, 5G-Netze usw.) der betreffenden Netzbetreiber analysiert. Darauf aufbauend werden Standortvorschläge entwickelt, die sich einerseits in die technischen Erfordernisse der vorhandenen Netze einfügen und die Versorgung der Ortslagen sowie der Verkehrswege sicherstellen und andererseits eine möglichst geringe Strahlungsexposition der Bevölkerung verursachen.

Für die entwickelten Standortvorschläge erfolgt anschließend:

·         Durchführung einer Imissionsberechnung

·         Darstellung der zu erwartenden Immissionen in Karten für repräsentative Immissionspunkthöhen

·         Interpretation und Besprechung der Berechnungsergebnisse

Im abschließenden Gutachten erfolgt eine Interpretation und Besprechung der erarbeiteten Ergebnisse und es werden Empfehlungen zum weiteren Vorgehen entwickelt.

 

3.         Immissionsmessungen

Messung der Immissionen hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung an Messpunkten innerhalb und außerhalb von Gebäuden.

Die Messungen erfolgen frequenzselektiv mit Spektrumanalysator und Rundstrahl- bzw. Rundsichtantennen an repräsentativen Standorten, die mit dem Auftraggeber abgestimmt werden.

Die Messungen dienen zur Feststellung der derzeitigen Immission-und Versorgungssituation.

Auswertung der Messung mit

·         Darstellung der Messergebnisse in Tabellen

·         Aufschlüsselung nach Netzbetreibern und Funksystemen

·         Abschätzung der Immissionssituation bei Vollauslastung der Sendeanlagen

·         Gutachtenerstellung mit Fotodokumentation der Messpunkte

·         Bewertung nach den gesetzlichen Grenzwerten in Deutschland und im europäischen Ausland sowie Vorsorgewertempfehlungen

Lärmaktionsplan

Im Gemeinderat wurde der Lärmaktionsplan beraten.

Der Gemeinderat hatte den gesetzlich vorgeschriebenen Planungsauftrag ausgeweitet und dem Planer zusätzliche Bestandsaufnahmen in Auftrag gegeben. Das war auf jeden Fall sinnvoll, wie die Auswertung zeigte. Dadurch wurden folgende Lärmminderungsmaßnahmen herausgearbeitet und einstimmig durch den Gemeinderat beschlossen und können im nächsten Schritt  zu den Trägern öffentlicher Belange gehen.


 

Zusätzlich aufgenommen wurde die Einstufung der Klosterweiher als "ruhiges Gebiet".Das soll vor allem der Prävention dienen, um zukünftige Lärmbelastungen zu minimieren.
Die endgültige Beschlussfassung wird im Frühjahr 2022 erwartet.

 Südkurier hier

Wandern durch die Wipfel: Am Affenberg soll ein Treewalk entstehen

Der Affenberg möchte seinen Gästen eine neue Attraktion anbieten. In luftigen Höhen sollen die Besucher auf einem Treewalk von Baum zu Baum gelangen. Der Gemeinderatsausschuss für Umwelt und Technik genehmigte das Vorhaben einstimmig.
 
So sieht`s bald aus beim Affenberg. Wir fanden dass das Konzept stimmig ist und freuen uns auf die Erweiterung.
 

Update: Impfen in Salem?

Update: Gestern gab die Verwaltung im Rahmen der Gemeinderatssitzung bekannt, dass es nun doch gelungen sei, gleich 2 Mobile Impf-Teams nach Salem zu holen.
Am Donnerstag den 2.12.21 werden sie im Prinz Max in Neufrach ein offenes Impfangebot schaffen.

 

Henriette Fiedler von den Freien Wählern hat nachgefragt, wie es denn mit dem Impfen in Salem bestellt ist.
"
Es ist unserer Gemeinderatsfraktion nochmal ein Anliegen, Sie zu ersuchen, auch in Salem in nächster Zeit- vor Weihnachten! ein offenes Impfangebot zu schaffen. Wir erklären uns gerne bereit, im Rahmen unserer Möglichkeiten bei der Organisation/Durchführung zu helfen.
Die in unseren Augen einfachste Alternative wäre, sobald das mobile Impfteam in Wespach ist (wird ja wohl angemeldet sein...) eine Möglichkeit anschliessend im Prinz Max zu ermöglichen....."

Hier ist die Antwort der Verwaltung:

Die Bewohner in Wespach werden von den Hausärzten geimpft. Auch für Wespach konnte zeitnah kein MIT zur Verfügung gestellt werden, obwohl natürlich eine entsprechende Anfrage gestellt wurde.

Auch die Gemeinde hat eine MIT angefordert, aber die beiden bisher vorhandenen Teams reichen für 3 Landkreise leider nicht aus, zumal vorrangig Pflegeeinrichtungen bedient werden. Deshalb ist aktuell auch nur in 6 der 23 Kommunen des Landkreises eine MIT terminiert. Mit der angekündigten Aufstockung der MITs hoffen wir auf einen Termin in Salem, das können wir aber noch nicht abschätzen.

Eine deutliche zeitnahere Lösung für die Salemer Bürger ist die Einrichtung der 3 Impfstandorte, die der Landkreis für alle Kommunen des Landkreises in Tettnang, Überlingen und Friedrichshafen einrichtet. Mit dem Landratsamt habe ich gerade eben nochmal gesprochen, die Vorbereitungen sind sehr weit gediehen und vermutlich morgen kann das Angebot veröffentlicht werden und dann am Montag schon an den Start gehen. Es wird auf absehbare Zeit ein regelmäßiges Impfangebot an bestimmten Tagen an den 3 Standorten geben.

Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir uns selbstverständlich in der Lage sehen, den organisatorischen Rahmen für eine Impfeinrichtung zu schaffen und den Verwaltungsablauf zu übernehmen. Was wir nicht leisten können, ist der medizinische Aspekt. Und dabei geht es nicht nur um Personal, sondern vor allem auch um die Impfstoffversorgung, das landesweite Erfassungsprogramm, die Abrechnung usw. Dies wird über die Kassenärztliche Vereinigung organisiert. Dieses Thema ist auch nicht über ehrenamtliches Engagement o.ä. zu lösen.

Dass wir Organisation „können“ und uns auch nicht vor dem Aufwand scheuen, hat die von Ihnen zitierte Teststation gezeigt, die wir wirklich innerhalb weniger Tage eingerichtet haben. Das waren aber eben alles Aufgaben, die wir gemeinsam mit dem Partner DRK umsetzen konnten, hier stand nicht der medizinische Aspekt im Vordergrund.

Wir werden bei dem Thema „am Ball“ bleiben und Sie informieren, sobald es Neuigkeiten gibt.

Sabine Stark 



Homepage Landratsamt

Regelmäßige Impfstützpunkte

  • Friedrichshafen: freitags und samstags, 10:00 bis 17:00 Uhr, Rathaus-Rückseite Eugen-Bolz-Str. 10
  • Überlingen: sonntags und montags, 10:00 bis 17:00 Uhr, Sporthalle Obertorstraße 16
    dienstags bis freitags, 16:00 bis 20:00 Uhr (mit Terminvergabe: www.helio-gesundheit.de), Helios Spital Härlenweg 1
  • Tettnang: dienstags und mittwochs, 10:00 bis 17:00 Uhr, Autofabrik Dr.-Klein-Str. 9
 

Samstag, 20. November 2021

"Gemeinderat stellt Bauantrag für Funkmast in Beuren zurück"

Südkurier VON MIRIAM ALTMANN UEBERLINGEN.REDAKTION@SUEDKURIER.DE hier

Die Deutsche Funkturm GmbH plant die Errichtung eines 30 Meter hohen Stahlgittermasts in Beuren. Der Gemeinderat will darüber erst nach Fertigstellung des Funkbedarfsplans entscheiden. Die DFMG weist indessen darauf hin, dass für sie keine Verpflichtung aus dem Plan abzuleiten sei.
 
 
L. Köster /CDU  sprach als Erste und beantragte einen Aufschub der Entscheidung bis das beschlossene Standortkonzept vorliegt.
 
A. Eglauer/SPD betonte daraufhin, dass er dem Bauantrag zustimmen werde, da kein sachlicher Grund vorhanden sei ihn abzulehnen. Er rechne nicht mit einer Veränderung durch den Plan und gesundheitliche Auswirkungen gäbe es nicht, das sei bewiesen. Das Anliegen sei die "Mindestabdeckung sicherzustellen" und er glaubt dass es dazu mehr Masten bräuchte und nicht weniger.
 
BM Härle erklärte, dass das Standortkonzept im Frühjahr vorliege, in ca. einem halben Jahr. Das Fachbüro mache die fachliche Bewertung ohne Zutun der Gemeinde-Verwaltung.
Er wies darauf hin dass seitens der Mobilfunkbetreiber lange versucht worden war ein Grundstück für einen Masten zu finden, nun haben sie endlich eines gefunden, das zur Verfügung stehe.
 
DIe GOL war geschlossen der Meinung,dass der Zeitrahmen zur Vorlage des Standortkonzeptes durchaus ein Abwarten rechtfertigt. Die Gemeinde hat zwar nur sehr minimales Mitspracherecht in dieser Angelegenheit, doch diese Möglichkeit sollte sie dann auch nutzen im Sinne der Bürger.
 
R. Gagliardi/GOL betonte, dass es nicht darum gehe, möglichst wenige Masten aufzustellen (wie von Hr. Eglauer dargestellt), sondern um eine wirksame Minimierung der Gesundheitsrisiken für alle Bürger. Und Martin Möller ergänzte, dass eine entsprechende konkrete Überprüfung für uns Gemeinderäte wichtig sei, um die Möglichkeit der Vorsorge auszuschöpfen.


Ulrike Lenski versuchte den Blick auf den bestehenden Zusammenhang zwischen Mobilfunk und Breitbandversorgung zu lenken. Denn umso besser das Breitbandversorgungsnetz für die Bewohner ausgebaut ist, umso weniger müssen sich diese einer zusätzlichen allgemeinen 5G-Bestrahlung aussetzen lassen.Sie verwies noch einmal auf den unzureichenden Ansatz in unserem Haushaltsplan, der momentan lediglich die Verlegung von Leerrohren beinhaltet, aber keinen sonstigen Ansatz zum weiteren Ausbau.