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Montag, 3. Januar 2022

Update: Nach zwei Jahren Arbeit kann der Markgräflich Badische Gutsbetrieb 2022 die erste Bioernte einfahren

Südkurier hier

Zwei Jahre lang hat der Markgräflich Badische Gutsbetrieb in Salem seine Bewirtschaftung umgestellt. Im Sommer 2021 wurde er als Naturland-Ökobetrieb zertifiziert. 2022 kann auf den 750 Hektar Ackerfläche die erste Bioernte eingebracht werden.
Im Artikel wird auf die regenerative Bewirtschaftungsweise verwiesen.
Etwas mehr dazu findet man auf der Homepage  hier der Markgräflichen Landwirtschaft. Dort heißt es:

"Durch die ökologische Bewirtschaftungsweise möchten wir unsere wichtigste Produktionsgrundlage den Boden verbessern, sein natürliches Potenzial fördern und langfristig für kommende Generationen erhalten.

Dienstag, 9. November 2021

Markthalle für regionale Erzeuger

Südkurier  hier

Ein Impuls zur Entwicklung der Neuen Mitte in Salem soll sie sein: Die geplante Markthalle des Bauunternehmens Bernhard Straßer will an zentraler Stelle die Waren aus der Region vermarkten. „Durch die Corona-Pandemie ist das Bewusstsein für regionale Lebensmittel gestiegen“, sagt Sonja Straßer, die für das Projekt verantwortlich ist. „Wir haben hier in Salem so viele kleine Erzeuger und wir wollen das gern unter ein Dach bringen“, erklärt die Betriebswirtin der Fachrichtung Bau und Immobilien.

Bereits im Jahr 2017 habe die Firma das Grundstück am Ortseingang von Mimmenhausen erworben, wo sich Schlossseeallee und Bodenseestraße kreuzen. Ergänzend dazu hätten sie der Gemeinde das Grundstück hinter dem seit Jahren leerstehenden Verkaufsgebäude abgekauft, berichtet Sonja Straßer. Der künftige Standort der Markthalle entspreche in etwa dem des alten Gebäudes, doch es seien noch eine große rückwärtige Terrasse und ein Nebengebäude geplant.

Bei der Architektur legt das Bauunternehmen Wert auf helle, offene Räume, die ein Markthallen-Gefühl ermöglichen. Dabei setzen die Verantwortlichen auf Baustoffe wie Holz und Glas. „Ziel ist, dass das Gebäude klimaneutral ist“, unterstreicht Firmeneigentümer Bernhard Straßer. Es entspreche ihrer Philosophie, die regionalen Produzenten zu unterstützen und den Klimaschutz voranzutreiben. „Wir haben den Ehrgeiz, etwas Besonderes zu machen.“

Bernhard Straßer betont, dem Wochenmarkt auf dem Rathausvorplatz keine Konkurrenz machen zu wollen. Zum einen seien die Standbetreiber eingeladen, in der Markthalle zu verkaufen, zum anderen könne er sich auch vorstellen, dass die Markthalle die drei Stunden am Freitagnachmittag geschlossen habe. Für den Abend hat der Firmeneigentümer andere Pläne: „Ich mag Live-Musik“, sagt er mit einem Lächeln im Gesicht, „es wäre schön, wenn wir in der Richtung ein Angebot machen könnten.“ So könnten die Menschen nach Feierabend locker und unkompliziert zusammenkommen.


Freitag, 5. November 2021

Die Tafel in Markdorf

Im Zuge des Bürgermeisterwahlkampfes war das Thema auch in Salem aufgeploppt.
Es gibt immer mehr Bürger in Salem, die zur Tafel nach Markdorf fahren.
Wäre es eine notwendige Alternative, auch in Salem so etwas anzugehen?
Ich fragte daher bei der letzten Jahresversammlung der "Mitbürgerhilfe"nach, ob dieser Verein sich schon mal mit dieser Frage beschäftigt hätte?

Ja - Frau Sasse erklärte mir, dass es durchaus Überlegungen dazu gegeben habe.Das Hauptproblem sei damals Folgendes gewesen: Die Supermärkte schließen Vereinbarungen mit der Tafel. So hätte der damalige EDEKA in Stefansfeld bereits eine langfristige Vereinbarung mit Markdorf gehabt, sei daher also nicht zur Verfügung gestanden.Die Tafel hätte von da keine Lebensmittel erhalten.
Außerdem sei es natürlich ein Vorhaben, bei dem viel ehrenamtliche Arbeitskraft erforderlich sei.

Sie verfolge aber weiterhin, was sich tut und habe festgestellt, dass die Betroffenen ganz gerne einmal die Woche nach Markdorf fahren. Da gebe es richtige Gemeinschaften, die sich gefunden hätten.


Südkurier hier

Preisanstieg sorgt für mehr Kunden in der Tafel

...., auch Lebensmittel sind teurer geworden. Deshalb rechnet Günther Wieth, Leiter der Markdorfer Tafel, in den kommenden Monaten mit einem deutlichen Anstieg seiner Kunden.

Sie kommen aus dem Umland, aus Salem, aus Oberteuringen, aus dem Deggenhausertal – vor allem aber kommen sie aus Bermatingen und Markdorf“, erklärt Wieth dem Grünen-Landtagsabgeordneten Martin Hahn bei dessen Besuch im Tafelladen. „2,5 Tonnen Lebensmittel verteilen wir jeden Donnerstag an 70 bis 75 Familien. Dass hinter jedem dieser 70 bis 75 von der Diakonie ausgegebenen Tafelausweisen ein Haushalt mit drei bis vier Personen steht, muss Wieth dem Politiker aus Überlingen nicht mehr erklären........70 Ehrenamtliche stemmen die Lebensmittelverteilung für Bedürftige.

Martin Hahn kommt bald auf die Politik zu sprechen. Auf die derzeitige Diskussion, ob das sogenannte „Containern“ künftig erlaubt sein soll – das Sammeln von entsorgten Lebensmitteln aus den Abfallbehältern der Lebensmittelmärkte. Noch wird das „Retten“ von Lebensmitteln, die das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht haben, bestraft.

... vor allem die konsequente Erziehung zum sachgerechten Umgang mit Lebensmitteln. Dies sei eine wichtige Aufgabe für die Schulen. Günther Wieth geht mit seinen Vorträgen über Überproduktion und Lebensmittelverschwendung auch immer wieder an Schulen.

Auf offene Ohren traf Martin Hahn auch mit einem anderen Hinweis. Der agrarpolitische Sprecher der Grünen im Stuttgarter Landtag berichtete aus französischen Supermärkten: „Was dort abends noch im Regal liegt, muss gespendet werden.“ Gewünschter Nebeneffekt sei, dass die Marktleiter genauer kalkulieren. Was, so ist von Günther Wieth zu erfahren, hierzulande inzwischen ebenfalls geschieht – auch ohne entsprechende Gesetze. Wieth führt das unter anderem auf die gestiegenen Lebensmittelpreise zurück.

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Zur Vorgeschichte "Gelbes Band"

 Aus dem Teckboten, Kirchheim

Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, in einer digitalen Preisverleihung den Landkreis Esslingen für das Projekt „Gelbes Band“ mit dem Bundespreis „Zu gut für die Tonne!“ in der Kategorie Landwirtschaft und Produktion ausgezeichnet.

Die Preisverleihung wurde gebannt von den Mitarbeitern der Obst- und Gartenbauberatung via Instagram und Twitter auf Smartphones verfolgt. Dr. Marion Leuze-Mohr zeigte sich als erste Landesbeamtin auch mächtig stolz: „Das war ein toller Tag für unser Projekt, aber auch eine Wertschätzung für die gesamten Bemühungen der Landkreisverwaltung, sich für die Umweltbelange einzusetzen.“ 

In ihrer Laudatio sagte die Bundesernährungsministerin: „Das Projekt „Gelbes Band“ zeigt uns,
wie Landkreise und Kommunen mit einer ebenso simplen wie genialen Idee Lebensmittel retten
können.“ Insgesamt seien es tolle, innovative Projekte, die dieses Jahr wieder ausgezeichnet
würden. Sie seien Vorbilder und schafften Bewusstsein. Noch genießbare Lebensmittel nicht
wegzuwerfen, sei für sie eine ökonomische, ökologische, aber auch ethische Verpflichtung, sagte
Klöckner weiter.
Insgesamt wurden 131 Ideen für den „Zu gut für die Tonne! - Bundespreis“ eingereicht. Daraus
hat die Jury unter Vorsitz von Bärbel Dieckmann, ehemalige Präsidentin der Welthungerhilfe, 14
Projekte als Finalisten ausgewählt. Der Preis wurde in den Kategorien Produktion und
Landwirtschaft, Handel, Gastronomie, Gesellschaft und Bildung sowie die Digitalisierung
verliehen.

 

Herr Rupp, Mitglied der Umweltgruppe Baitenhausen-Schiggendorf und der Umweltgruppe Mersburg wandte sich an die GOL mit folgendem Anschreiben: 

Die Streuobstwiesen waren in den letzten Monaten oft ein Thema in den Medien,  im Südkurier in mehreren Artikeln. Die Bedeutung der Streuobstwiesen als Ort hoher biologischer Wertigkeit und als landschaftsprägendes Element muss nicht erklärt werden. Heute beim immer schneller fortschreitenden Artenverlust sind sie ein wichtiger Baustein, wichtige Bausteine im Biotopverbund. Bausteine die wir (noch) haben, in die wir kein großes Geld investieren müssen, wenn wir ihren Bestand erhalten.

Ich möchte mit dem Versuch, das „Gelbe Band“ in unserem Bereich zu etablieren, die Lebensmittelverschwendung reduzieren und den Bürger zeigen, dass ein Apfel und anderes Obst von unseren heimischen Bäumen auch schmeckt, wertvoll ist, da in der Regel meist unbehandelt Bioqualität darstellt.

Immer öfter werden Streuobstwiesen nicht mehr bewirtschaftet, sodass das Obst nicht oder nur teilweise geerntet wird. Da das Ernten auf fremden Wiesen ohne die Zustimmung der Besitzer:innen verboten ist, können die Früchte nicht von anderen Personen genutzt werden. Das gilt meist auch für die gemeindeeigenen Obstbäume.

Dass es anders geht, zeigen Stadt und Landkreis Esslingen:Heimisches Obst und Gemüse ist viel zu schade, um ungenutzt zu verrotten. Der Landkreis Esslingen hat das erkannt und etabliert mit seinem Projekt „Gelbes Band“ eine einfache und effektive Lösung, um dem entgegenzuwirken. Dies sollte in allen Kommunen in Deutschland umgesetzt werden!“

Inzwischen sind auch andere Gemeinden in Baden-Württemberg diesem Beispiel gefolgt. In Niedersachsen, nicht gerade bekannt für Streuobstwiesen, wird es seit vielen Jahren praktiziert.

Mit Hilfe von "Gelben Bändern", können Bewirtschafter Ihre Bäume der Allgemeinheit zum Abernten zur Verfügung stellen. Streuobstwiesen-Bewirtschafter haben die Möglichkeit auf dem Rathaus der  teilnehmenden Städte und Gemeinden die "Gelben Bänder" abzuholen. Die gelben Bänder werden an den Obstbäumen befestigt. Bäume die mit einem "Gelben Band" gekennzeichnet sind dürfen von Jeder und Jedem abgeerntet werden. (Im Anhang habe ich Ihnen einige Beispiele zum Gelben Band eingestellt.)

Ich werde versuchen das Gelbe Band auch in unserer Region mit Kommunen und privaten Obstbaumbesitzern, die gewillt sind mitzumachen, zu etablieren. Die Unterstützung von BUND und NABU  und von Seiten des Südkuriers habe ich und werde Letzteren zur Gewinnung privater Baumbesitzer nutzen. Das Umweltamt des Bodenseekreises hat Kontakt zum Umweltamt des Landkreises Esslingen zum Gelben Band aufgenommen.

Die Mitarbeit Ihrer Fraktion mit dem Einbringen des Gelben Bandes im Gemeinderat wäre sehr hilfreich. Die Darstellung des „Gelben Bandes“ in Ihrem Mitteilungsblatt und die Zurverfügungstellung gemeindeeigener Bäume für das Gelbe Band zum geeigneten Zeitpunktwäre würde auch private Baumbesitzer dazu animieren ,Bäume einzustellen.

Mit freundlichem Gruß

Wilfried Rupp

 

 

Die GOL-Fraktion traf sich daher mit Hr. Rupp in seinem Obstgarten am Bifangweiher, um sich näher zu informieren.

Nun die erfreuliche Nachricht: Im Gemeinderat wurde auf den Antrag der GOL hin (Unterstützer: Klaus Hoher, Stephanie Straßer und Adolf Eblen) am 5.10.21 der einstimmige Beschluss gefasst, dass die Gemeinde Salem sich dieser vorbildlichen Aktion anschließen wird. Bald können die gelben Bänder auch in Salem abgeholt werden.



Mittwoch, 6. Oktober 2021

Update: Antrag "Gelbes Band"

Update vom 6.10.21:

Gestern wurde dieser Antrag in der Gemeinderats-Sitzung behandelt .
Er ging ohne Diskussion einstimmig durch.

 

Antrag für die Gemeinderatssitzung im Oktober  2021:
Teilnahme an der Aktion „Gelbes Band“


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Härle, sehr geehrte Gemeinderäte

Im Bodenseekreis findet in diesem Jahr erstmals die Aktion „Das Gelbe Band“ statt, an der sich auch die Gemeinde Salem aktiv beteiligen sollte. Damit setzt der Bodenseekreis ein Zeichen für den Erhalt des Landschaftsbildes mit wertvollen Streuobstbäumen, gegen Lebensmittelverschwendung und unterstützt so die legale Ernte von ansonsten ungenutzten Streuobstbäumen.
Der nachhaltige Umgang mit Lebensmitteln sollte uns allen wichtig sein.

Der Landkreis Esslingen war 2019 der erste Landkreis, der diese Aktion in Baden-Württemberg einführte. Inzwischen beteiligen sich viele Landkreise und Kommunen in BW an der Aktion „Gelbes Band“. So auch unsere Nachbargemeinde Meersburg, die noch vor dem Bodenseekreis dieser Aktion beitrat.

Durch Anbringen eines gelben Bandes können Obstbäume deutlich und unkompliziert gekennzeichnet werden, wenn diese zur Ernte für alle freigegeben werden. Diese Markierung erlaubt das Pflücken ohne vorherige Absprache.

Möchte ein Grundstückseigentümer keine Fremden auf sein Stück lassen, so kann er auch überschüssiges Obst oder Gemüse (z.B. Kürbisse), Setzlinge, Blumen etc. in ein Kiste geben, mit dem Gelben Band versehen und vor die Türe stellen, so dass die Aktion Gelbes Band nicht nur auf den Herbst beschränkt sein muss.

Das gelbe Band besteht aus reißfestem Material und verwittert erfahrungsgemäß in 1-2 Jahren. Es ist ein Material aus der Forstwirtschaft. Die meisten Kommunen starten die Aktion mit der Anschaffung von mehreren „75 Meter Rollen“. Je 1 Meter kann an Eigentümerinnen und Eigentümer von Obstbäumen im Bürgerbüro kostenfrei abgegeben werden.
Eine Rolle kostet ca. 3,80 € zuzüglich Versandkosten.

 

Antrag


hiermit beantragen wir, dass sich die Gemeinde Salem aktiv an der Aktion „Gelbes Band“ des Bodenseekreises mit den gemeindeeigenen Streuobstwiesen beteiligt.
Es ist uns bewusst, dass die Gemeinde schon bisher einzelnen Bürgern die Ernte ihrer Streuobstbäume überlässt. Wir würden dieses Entgegenkommen jedoch gerne ortsübergreifend vereinheitlichen und auch auf Privatbäume ausdehnen, soweit vom Besitzer gewünscht.
Kein gelbes Band heißt im Umkehrschluß auch für jeden deutlich: Die Ernte ist nur für Besitzer möglich.

Die Gemeinde soll Eigentümerinnen und Eigentümer von Streuobstwiesen über das Projekt und eine mögliche Teilnahme informieren (Salem aktuell, Webseite und soziale Medien) und gelbe Bänder zur Kennzeichnung von Obstbäumen, die für die Ernte freigegeben werden, kostenfrei zur Verfügung stellen.
Zudem soll die Verwaltung die Gemeindeeigenen, nicht verpachteten Obstbäume mit gelben Bändern versehen und somit zur Ernte freigeben.


Mit freundlichen Grüßen

Die Gemeinderäte der GOL sowie Unterstützer aus den Reihen der anderen Fraktionen:
Stephanie Straßer (FWV), Klaus Hoher (FDP), Adolf Eblen (CDU)

Montag, 16. August 2021

Der Löwen beliefert die Kindergärten weiter

Schulessen - das ist wirklich ein schwieriges Thema.
 

Bei der Ausschreibung 2018 hatten wir 10.000 € für eine Beraterin ausgegeben, die uns erklärte, dass man "regional"  nicht ausschreiben dürfe, dass wir unbedingt einen professionelen Betreiber wie Apetito bräuchten (wieso eigentlich?) und dass man das Bestellsystem beim Caterer lassen müsse (wieso?). Außerdem erklärte sie uns, dass (Essens-) Qualität nicht entscheidend sei, sondern die Speiseplanung und die Qualität des Personals (???). Eine 450,- Kraft von Apetito sei nicht mit einer 450,- Kraft der Gemeinde zu vergleichen, da Apetito hochwertiges Personal beschäftige, das ständig geschult werde... Henriette Fiedler hatte dem entschieden wiedersprochen - es gab in Salem nie eine derartige Schulung.

Wir waren damals ziemlich entsetzt, dass wir für eine derartige Beratung auch noch Geld ausgegeben hatten, konnten aber nichts daran ändern, dass Apetito den Zuschlag erhielt.


2021 stellte die Verwaltung fest, dass es keine schriftlichen Verträge für das Kindergarten-Essen gäbe und daher Handlungsbedarf bestehe. Natürlich löste dieser Schritt bei uns keine Jubelschreie aus, mit dem Kindergarten-Essen des Leustetter Löwen waren bisher alle sehr glücklich gewesen und niemand wollte etwas daran ändern! 
Nun  hatten tatsächlich viele Eltern Angst davor, dass auch hier Apetito zum Zug käme.
 

Es gab eine öffentliche Ausschreibung, die Angebotsfrist endete am 02.06.2021 um 12 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt war kein Angebot eingegangen. Auch Fam. Sauter vom Löwen hatte kein Angebot abgegeben, sie hatte diesen Schritt schriftlich begründet.

Daraufhin ging die Verwaltung  noch einmal mit der Familie Sauter ins persönliche Gespräch um die Hinderungsgründe auszuräumen. Gottseidank ist das gelungen!

 

In der Vorlage wurde ausgeführt: 

Die Verhandlungsvergabe konnte entsprechend den vorgegebenen Kriterien mit einem Bio- und Regionalanteil von jeweils 20% die gewünschten Kriterien des Gemeinderates erfüllen.
Ein Liefervertrag für 4 Jahre mit zwei weiteren Jahren als Verlängerungsoption konnte ebenfalls vereinbart werden.
Allerdings ist die Belieferung aller in der Ausschreibung angegeben Abnahmestellen ab 01.09.2021 nicht mehr möglich.
Für den Kindergarten Stefansfeld konnte lediglich ein Lieferzeitraum von einem Jahr vereinbart werden. Hier wird aufgrund des Neubaus mit einer steigenden Essenzahl gerechnet, die durch den Anbieter nicht mehr abgedeckt werden kann.
Zudem kann das SBBZ aus Kapazitätsgründen ab 01.09.2021 nicht mehr beliefert werden. Hier muss umgehend eine anderweitige Belieferung organisiert werden.
Der Preis für das Essen für Kindergartenkinder steigt von bisher 3,10 € auf 3,30 €
Der Preis für das Essen für Schulkinder steigt von bisher 3,80 auf 4,00 €.

 

Ich glaube an dieser Stelle waren alle Gemeinderäte erst mal erleichtert , so dass der Antrag des Bürgermeisters einstimmig angenommen wurde.

 

 

Damit blieben jedoch 2 Baustellen offen. Für die Baustelle SBBZ konnte kurz danach eine aus unserer Sicht sehr befriedigende  Lösung gefunden werden, die hoffentlich nicht nur eine Übergangslösung bleiben wird.



Der Südkurier berichtet  hier

Schlossschule kocht jetzt auch für Förderschule

Die Suche nach einem Anbieter für das Schulessen am SBBZ, dem sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum, gestaltet sich schwierig. Als die Gemeinde im Mai für die Grundschulen in Neufrach und Beuren, für das SBBZ-Lernen sowie ihre Kitas die Suche nach einem Essensanbieter ausschrieb, meldete sich drei Wochen lang kein einziger Anbieter.

Daraufhin trat die Gemeinde in Verhandlungen mit Familie Sauter vom Gasthaus „Löwen“, die die Schüler bisher schon bekochte. Man einigte sich auf eine Preiserhöhung für Kindergartenkinder von 3,10 auf 3,30 Euro und für Schulkinder von 3,80 auf 4 Euro. Allerdings hieß es, dass aus Kapazitätsgründen das SBBZ nicht mehr versorgt werden könne. Daraufhin sprach die Gemeinde gezielt sechs Anbieter an und erhielt erneut vier Absagen. Eine Zusage lag vom Preis mit über 5 Euro über den Vorstellungen der Gemeinde. Und so war die Verwaltung froh, übergangsweise von der Schule Schloss Salem ein Angebot erhalten zu haben.

 

Bleibt noch die Baustelle Kindergarten Stefansfeld, sobald dieser dann bezugsfertig ist. Und irgendwann wird auch das Schulessen uns wieder beschäftigen.....
Wir ahnen, dass das vermutlich nicht so einfach werden wird...


Mittwoch, 14. Juli 2021

Bodensee-Linzgau Tourismus e.V.  schreibt auf facebook:

*Salemertal genießen - das sind wir* - Vol. 1 
 
Heute stellen wir das erste Kurzprofil vor. Und zwar denSpiesshaldenhof in Salem-Mittelstenweiler
Der Spiesshaldenhof ist eine demeter Landwirtschaft und wird in dritter Generation geführt (zuerst in Stuttgart und seit 1987 in Mittelstenweiler). 
Hier gibt es viel frisches Gemüse - angebaut in einem Kreislauf, in dem Pflanzen, Tiere, Menschen und Boden zusammenwirken. Zum Verkauf bietet der Spiesshaldenhof verschiedene Salate, Brokkoli, Chinakohl oder auch Wirsing an. Aber natürlich gibt es dort noch viel mehr zu entdecken. 
Es gibt sogar einen 24-h Automat. 
Wo? Die Milch-Tankstelle befindet sich in Salem-Mittelstenweiler - Am Hungerberg 1. 
 

Also schaut vorbei und lasst euch knackige Salate und co. schmecken
Alle weiteren Informationen findet ihr direkt unter: www.spiesshaldenhof.de

 Sebastian war langjähriges Mitglied bei unserer GOL und saß im Gemeinderat Salem.

Freitag, 9. Juli 2021

 Südkurier 5.7.21

MARKDORF: Tafelladen besteht seit 20 Jahren

2001 waren es drei Familien pro Woche, die der Markdorfer Tafelladen unterstützt hat. 20 Jahre später sind es 150 Familien. Rund 70 ehrenamtliche Helfer sind im Einsatz, immer donnerstags ist der Laden am Stadtgraben geöffnet. Leiter Günther Wieth rechnet für die Zukunft mit mehr Neukunden als Folge der Corona-Pandemie. Die Nachfrage nach dem Ausweis, den die Diakonie ausstellt und der zum Einkaufen berechtigt, steige, so Wieth. 

 Anmerkung: ich habe inzwischen erfahren, dass ein Großteil der Kunden in Markdorf aus Salem stammt.
Wäre da nicht Salem in der Verantwortung etwas zu tun?