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Mittwoch, 26. Juni 2024

Abgelehnter Antrag der GOL zum Thema „Klimaschutz-Manager“ in Salem, vom 21.4.24:

Heute wurde bekannt, dass einige große Verbände Klimaklagen beim Bundesgerichtshof eingeleitet haben. In der WiWo hierheißt es dazu:
"Das Bündnis ist sehr breit, die Anwältinnen und Anwälte sind in Klimaklagen erfahren – und das Bundesverfassungsgericht hat schon einmal eindeutig in einem ähnlichen Zusammenhang entschieden. Die Ampelkoalition sollte die Klimaklagen also sehr ernst nehmen, die heute angekündigt wurden und vor dem obersten deutschen Gericht eingereicht werden sollen.

„Die Zukunftsaufgabe ist nicht gelöst,
wir sind nicht auf dem richtigen Weg“ 

sagte dazu nun die Umweltrechtlerin Roda Verheyen.
Und leider:  dieselbe Einschätzung kann ich nur für Salem bestätigen.


Wortlaut unseres Antrags:


Wir möchten eine Stelle konkret für die Klimaschutz-Themen in Salem schaffen.
Ziel ist es, die Grundlagendaten in Salem zu erheben und zu vermitteln, wo effektives Eingreifen möglich ist (siehe Antragsbegründung).
Zudem sollen öffentliche Veranstaltungen im Rahmen des Klimaschutzes geplant und unterstützt werden.
Die Verwaltung soll bitte zeitnah eine entsprechende Zuschuss-Förderung beantragen und eine geeignete Person einstellen.



Zur Antragsbegründung:
 

Donnerstag, 28. Dezember 2023

Update Ende 2023: European Energy Award - die Verwaltung Salem legt das einfach mal auf Eis

Update: Man soll sich nie zu früh freuen. Vor allem nicht wenn man  im Gemeinderat von Salem sitzt

Der European Energy award jedenfalls wurde vom Bürgermeister für mindestens 1 Jahr auf Eis gelegt, vielleicht auch vollständig ausgehebelt, wer weiß das schon?

Seit Frau Göpfert die Verwaltung Richtung Heiligenberg verlassen hat, hat man "keine Kapazitäten frei" für solche Dinge. Mag schon sein, dass der Gemeinderat auch das beschlossen hat.....Wen interessiert das schon? Ein Bürgermeister kann offensichtlich machen was er will.

Mittwoch, 10. Mai 2023

Der Gemeinderat hat das energiepolitische Arbeitsprogramm für 2023/2024 auf den Weg gebracht.

Energiepolitik Thema im Rat  hier

Der Gemeinderat hat das energiepolitische Arbeitsprogramm für 2023/2024 in seiner jüngsten Sitzung auf den Weg gebracht. Es enthält 22 kurz-, mittel- und langfristige Einzelmaßnahmen. Dazu gehören etwa organisatorische Maßnahmen, wie die Einführung einer jährlichen Hausmeisterschulung und die Weiterbildung der Gemeindemitarbeiter zum Thema Klimaschutz. Auch Baumaßnahmen, wie der Ausbau von Fahrradwegen gehören zum Maßnahmenkatalog. 

Im Zuge des Arbeitsprogramms ist die Gemeinde Salem auch dieses Jahr wieder Teil des European Energy Award (das stimmt noch nicht ganz: wir beginnen gerade erst und waren bisher nicht dabei.). 

Die Auszeichnung bekommen Kommunen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten überdurchschnittliche Anstrengungen in der kommunalen Energie- und Klimaschutzpolitik unternehmen. Salem erreichte im vergangenen Jahr 119,6 von 376 Punkten. Wie Bürgermeister Manfred Härle in der Gemeinderatssitzung mitteilte, soll die Punktzahl mithilfe des Arbeitsprogramms, das einstimmig von den Räten beschlossen wurde, dieses Jahr ansteigen.

 

Freitag, 4. März 2022

Der EEA startet holprig ins Jahr 2022

Lange mussten wir drauf warten. Im Mai 2020 beschloss der Gemeinderat, dass man den EEA nun auch in Salem einführen sollte. Jetzt im Januar 2022 kam der beauftragte Berater endlich in den Gemeinderat.
Es geht also los - hoffentlich - denn bisher ist noch nichts geschehen. Von Vorbild beim Klimaschutz kann noch längst nicht die Rede sein, wird aber hoffentlich irgendwann kommen.

Schauen wir mal, wann wir das nächste Mal davon hören werden....Abgesehen davon steht auch noch der gesetzlich verpflichtende kommunale Energiebericht aus, der eigentlich 2021 hätte vorliegen sollen......

 

Südkurier  hier

Gemeinde will Vorbild beim Klimaschutz werden

Aller guten Dinge sind drei: Nachdem er zweimal kurzfristig verhindert gewesen war, stellte sich der Berater Thomas Hamm den Fragen der Gemeinderäte bezüglich des Verfahrensstands beim European Energy Award (EEA). Das Programm, das Kommunen auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz unterstützt, sei als Projektmanagement zu verstehen, hob Hamm an. Es gebe 79 Einzelmaßnahmen, wie eine Gemeinde aktiv werden könne, doch zunächst müsse detailliert geklärt werden, wo Salem aktuell steht: „Wir sind gerade bei der Ist-Analyse, den Fragebögen aus dem Maßnahmenkatalog“, berichtete der Berater. Erst später werde ein energiepolitisches Arbeitsprogramm erstellt, das Stück für Stück in die Umsetzung gehe, wobei der Gemeinderat die Entscheidungen treffe.

Mittwoch, 19. Januar 2022

Konstanz liegt vorn beim Klimaschutz

Südkurier  hier

Goldene Aussichten für die Konzilstadt: Die Stadt hat die externe Bewertung im European Energy Award (EEA) 2021 mit 76,8 Prozent der erreichbaren Punkte abgeschlossen und damit das beste Ergebnis seit Beginn der Teilnahme im Jahr 2008 erzielt. Beim EEA handelt es sich um ein europaweites Bewertungssystem, um Fortschritte im kommunalen Klimaschutz messbar zu machen. Erstmals in der nun schon deutlich über zehn Jahre währenden Konstanzer EEA-Geschichte hat die Kommune die 75-Prozent-Marke überschritten, das bisherige Maximum lag 2019 bei 64,4 Prozent.....

Größeres Potenzial zur Weiterentwicklung besteht gemäß den Bewertungsergebnissen insbesondere noch im Bereich der städtischen Gebäude und Anlagen sowie der Beschaffung und der Kommunikationsstrategie. Die Stärken der Stadt liegen wiederum in folgenden Bereichen: Mobilität, Versorgung (Energie, Wasser) und Entsorgung (Abwasser, Müll) sowie Entwicklungsplanung/ Raumordnung.

Ausruhen kann sich Konstanz auf dem Ergebnis jedoch nicht: Die EEA-Kriterien werden regelmäßig angezogen. Mit dem Maßnahmenkatalog der neuen Klimaschutzstrategie hat sich die Stadt bereits ambitionierte Ziele für die kommenden Jahre gesetzt. Klimaschutzkoordinator Lorenz Heublein fasst die Herausforderung zusammen: „Wir befinden uns nun am Beginn eines Umsetzungsjahrzehnts, in dem sich entscheiden wird, ob wir die notwendigen Beiträge zum Pariser Klimaabkommen leisten oder uns gemäß Trendszenarien in Richtung einer ungebremsten Erderwärmung weiterbewegen.“

12.01.2022  |  VON MIRIAM ALTMANN UEBERLINGEN.REDAKTION@SUEDKURIER.DE  hier

Das große Ziel heißt Klimaneutralität

.....Erst dann durfte mit der Umsetzung begonnen werden und die Gemeinde schloss einen Vertrag mit dem EEA-Berater Thomas Hamm.

Nach einer ersten Veranstaltung für die Verwaltungsmitarbeiter wollte Hamm die Gemeinderäte informieren, doch nach der kurzfristig vertagten Vorstellung im November war der Berater erneut verhindert. „Herr Hamm hat eine Autopanne“, unterrichtete Bürgermeister Manfred Härle das Gremium. Um zumindest eine Übersicht zu geben und nicht wieder zu verschieben, stellte Stefanie Müller die Präsentation des abwesenden Beraters vor. Das Energiemanagement und der EEA fallen in den Zuständigkeitsbereich der stellvertretenden Leiterin des Hochbauamts.

Im Frühjahr ein Workshop

Die teilnehmenden Kommunen profitierten vom kontinuierlichen Projektmanagement: Es sei standardisiert, berücksichtige aber auch die Rahmenbedingungen vor Ort, referierte Müller. Außerdem sei das Konzept umsetzungs- und ergebnisorientiert, sodass Zuständigkeiten, Effekte und Budgets fixiert würden. Ein Pluspunkt sei auch, dass alle relevanten Gruppen und Entscheidungsträger in den Prozess eingebunden würden. „Aktuell sind wir noch mit der Datenerhebung befasst, daher läuft momentan viel verwaltungsintern“, erklärte die stellvertretende Amtsleiterin. Nach der Ist-Analyse wolle man auch aktive Bürger – also Gemeinderäte – ins Energieteam holen, um Projekte zu erarbeiten, die man im Zuge des EEA umsetzen möchte.

Mittwoch, 5. Januar 2022

Vorstellung der Allgemeinen Ziele des EEA

Nachdem unser Top EEA nun zum 2. Mal in Folge in der Gemeinderatssitzung verschoben wurde, haben wir wenigstens eine allgemeine Präsentation vom beauftragten Büro erhalten.
Konkretes zu Salem haben wir bisher noch nicht erfahren

Anbei ein paar erste Eindrücke zum Allgemeinen Teil, das macht Lust auf "Mehr" im konkreten Teil. Dann können wir endlich auch mal Ziele formulieren und uns daran messen lassen.
Vorausgesetzt wir halten uns an wirkliche Klimaverbesserungsmaßnahmen - in Markdorf läuft der Straßenbau unter dieser Bezeichnung mit!

Frickingen: Weiterhin Vorbildhaft

Bürgermeister Stukle hat mit seiner Gemeinde viel im Klimaschutz vorgelegt und geht diesen Weg auch besonnen weiter. Daran kann sich Salem orientieren, der EEA fängt gerade erst an, wenn es dann wirklich wahr wird in der kommenden Gemeinderatssitzung.

 03.01.2022  |  MARTINA WOLTERS UEBERLINGEN.REDAKTION@SUEDKURIER.DE  hier

Trotz Corona viel geschafft

...... Auch von weiterem Glasfaserausbau, erneuerten Wasserleitungen und sanierten Straßen ist die Rede, genauso von dem fertiggestellten Radweg zwischen Altheim und Bruckfelden. „Wir haben die richtigen Schwerpunkte gesetzt, die für Frickingen Zukunft sichern“, ist Stukle überzeugt.

Neue Koordinatorenstelle

Drei arbeitsintensive Projekte reichen in das Jahr 2022 hinein. „Für die klimapolitische Entwicklung der Gemeinde bedeutend ist die erfolgreich durchgeführte Rezertifizierung im European-Energy-Award-Prozess mit beeindruckenden 73,3 Punkten“, befindet Stukle. Es habe sich gemäß der Rückmeldung von Bundesgeschäftsstelle und Energieagentur Ravensburg viel Positives getan in Sachen Klimaschutz. Da, wo es noch Luft nach oben gibt, setzt der Bürgermeister auf das zweite Neuprojekt: Eine vom Bund geförderte Koordinatorenstelle für kommunale Entwicklungspolitik (Kepol) soll in Form einer Vollzeitstelle für einen „richtigen Schub“ sorgen in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Unter anderem werde es zu ihren Aufgaben gehören, Klimaschutzprojekte in der Bevölkerung und in der Raumschaft zu verankern.

Das dritte erst im Mai 2021 gestartete Großprojekt, das in die Zukunft reicht, ist die Pflegekonferenz. Frickingen bekam auch hierfür den Zuschlag, als eine von zwei Pilotgemeinden im Landkreis. Schon im März sollen die Ergebnisse aus den gebildeten Arbeitsgruppen zum Thema Leben im Alter zusammengetragen werden. Anschließend werde es darum gehen, wo und mit welchen Trägern Pflege- und Betreuungsangebote geschaffen werden sollten. Den bisherigen Pflegekonferenz-Prozess bezeichnet Stukle als „gelungen“. Es sei effektiv, diejenigen, die später die neuen Angebote nutzen wollten, von Anfang an mit im Boot zu haben.

Dienstag, 2. November 2021

Antrag auf Schriftliche Unterrichtung - EEA, §7 Klimaschutzgesetz BW, Ausgleichsmaßnahmen, Flächenmanagement

      Salem, den 27.10.21
Sehr geehrter Herr Härle, liebe Frau Stark,

In der letzten Sitzung wurde unser Antrag "Mehr Tempo beim Klimaschutz" behandelt.

In Anknüpfung daran möchten wir hiermit  einen Antrag auf schriftliche Unterrichtung stellen, denn trotz mündlicher Nachfragen habe wir noch nicht das Gefühl, dass sich unsere Informationslücken vollständig geschlossen haben.

Anmerkung: alles Rote wurde von der Verwaltung ergänzt
 

  • Nachdem der  Zuschußantrag  (im August?) (Zuschussantrag vom 31.08.2020 wurde am 12.07.2021 bewilligt) positiv beschieden wurde, wurde das Büro für den EEA-Antrag von der Verwaltung ausgesucht und beauftragt.

    Was genau wurde denn beauftragt  bezüglich Umfang und Fragestellung?

    Das Büro Dipl. Ing. Thomas Hamm, Büro EKP Hamm aus Rottenburg a.N. wurde mit der „Moderation und Beratungsleistungen im Rahmen des EEA-Zertifizierungsverfahrens“ für 2021 bis 2025 beauftragt.


    Hat das Büro schon begonnen?
    Ja, die erste Einführung in das Thema für die Verwaltung  hat stattgefunden.


    Wann können wir mit einer ersten Vorstellung des Büros rechnen?

    Herr Hamm wird den GR am 23.11. über das Verfahren informieren und er wird  selbstverständlich gerne Fragen beantworten.


    Geht es dann erst mal um die Grundlagenermittlung oder wird das Büro schon erste Maßnahmen nahe legen?  Das Verfahren wird in der Sitzung erläutert.


    An wen kann man sich mit Fragen dazu wenden? (verwaltungsintern)

    Bitte alle Anfragen des Gemeinderates grundsätzlich an den Bürgermeister richten (§ 24 Abs. 3 GemO), und gerne die Geschäftsstelle des GR (Frau Stark) mit in den Verteiler nehmen.


    Über den EEA werden wir auch im nächsten Salem-aktuell informieren.


  • Das neue Klimaschutzgesetz BW Paragraf 7 b verpflichtet die Kommunen zur Erfassung des Energieverbrauchs. Vermutlich wird diese Erhebung an manchen Stellen den EEA berühren und ergänzen.

    Auf der Seite des Ministeriums ist zu lesen:

    Das Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg verpflichtet Kommunen nun dazu, ihren Energieverbrauch in einer zentralen, leicht zu bedienenden und kostenlosen Datenbank zu erfassen
    .

    Dies soll im Jahr 2021 erstmals für das Jahr 2020 erfolgen. Die Kommunen können dadurch ihre Vorbildwirkung verbessern. Gleichzeitig tragen sie zum Klimaschutz bei und entlasten ihre Kommunalhaushalte .

    Jährlich bis zum 30. Juni des
    Folgejahres müssen Kommunen die Energieverbrauchsdaten (für lediglich 80 Prozent der Hauptverbraucher), die den bereits bezahlten Energierechnungen zu entnehmen sind, und die jeweils dazugehörigen spezifischen Daten (Flächen, Einwohner, usw.) einpflegen.

    Bei Kommunen, die bereits kommunales Energiemanagement (kEM) betreiben, sind es nur Summendaten und keine Einzelverbraucher. Außerdem müssen sie den Energiebericht hochladen.


    Bitte unterrichten Sie uns doch über den Stand der Erfassung in Salem, wann soll die Erfassung für 2020 vollständig erfolgt sein?
    Die Erfassung für 2020 wurde im Frühjahr 2021 erledigt.

    In wessen Händen liegt diese Aufgabe?
    Bereich Gebäudemanagement

    Wann kann der Gemeinderat mit näheren Informationen dazu rechnen?

    Im Rahmen des EEA-Verfahrens wird das thematisiert


    Betreibt die Gemeinde bereits ein kommunales Energiemanagement, wie oben benannt?

    Ja es gibt ein Energiemanagement, das wir im Rahmen des EEA ausbauen möchten.

 

Außerdem gibt es 2 weitere Vorgänge, von denen wir schon sehr lange nichts mehr gehört haben. Auch hier möchten wir  um ein schriftliches  Unterrichtungs- Update bitten:

 

  • Vor einiger Zeit wurde uns mitgeteilt, dass Hr. Hornstein nun die Ausgleichsflächen/ Ausgleichsmaßnahmen der Gemeinde vollumfänglich betreut.

    Ist die Erfassung  nun auf den aktuellen Stand gebracht und wo kann sie  bei Fragen dazu eingesehen werden?
     

    Wer von der Verwaltung ist dafür zuständig


    Hierzu werden die Informationen noch nachgereicht.

 

  •  Am 24.10 .2020 wurde der Antrag der GOL zum Flächenmanagement behandelt.
    Im Protokoll steht:


    Nach Beendigung der Unterbrechung zieht GR Gagliardi im Namen seiner Fraktion den An-trag zur Schaffung einer neuen Stelle zurück. Dieser Antrag wird eventuell neu aufgegriffen, wenn man in die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes einsteigt. Die Anträge 2.3 und 2.4 möchte die Fraktion aber aufrechterhalten.


    2.3. Beschlussantrag: Der GR beauftragt die Verwaltung, eine Teilnahme am Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ zu prüfen, sowie die entsprechenden Anträge beim BW Wirtschaftsministerium zu stellen.


    2.4 Beschlussantrag: Der GR beauftragt die Verwaltung, einen Beitritt zur„Land-Kommunen-Kooperationsvereinbarung FLOO“ zu prüfen und ggf.vorzunehmen.


    Vorsitzende weist darauf hin, dass man für diese Anträge keine Abstimmung benötigt. Die Verwaltung wird dies gerne prüfen und den Gemeinderat wieder informieren.


    Diese Themen haben sich aus unserer Sicht durch die vom Land geplante „Grundsteuer C“ erledigt. Mit dieser Besteuerung von Bauland bekommen die Kommunen ein Instrument, mit dem ein Anreiz geschaffen wird, brachliegende Grundstücke zu bebauen. Der Gesetzentwurf wird demnächst in den Landtag eingebracht. Sobald die gesetzliche Grundlage geschaffen wurde, kann der GR diese Steuer beschließen und hierfür einen eigenen Hebesatz festlegen.

Samstag, 22. Mai 2021

Der 1. Jahrestag naht!

Meldung: "European Energy Award an 26 Kommunen im Land verliehen" 
und bei uns in Salem tut sich einfach nichts....

Der schriftliche Antrag der GOL stammt vom 3.3.20  und wurde am 26.5.20 beschlossen
hier

1 ganzes Jahr ist inzwischen vergangen! 

Und wir haben immer wieder nachgefragt - Der kleine Unterschied: Die CDU musste kürzlich nur eine kurze Andeutung im Amtsblatt veröffentlichen, die wurde dann sofort als "Antrag" definiert und zur Chefsache erklärt ....

Auf dem kommunalen Klimakongress in Ulm hat die Umweltministerin Thekla Walker heute (21.05.) den European Energy Award an 26 Kommunen verliehen. Über die Auszeichnung können sich in diesem Jahr zwei Landkreise, zehn Gemeinden und 14 Städte aus Baden-Württemberg freuen.

Die Auszeichnung mit dem European Energy Award erhalten die Städte Bad Schussenried, Bruchsal, Friedrichshafen, Göppingen, Hechingen, Horb am Neckar, Kornwestheim, Lörrach, Ochsenhausen, Offenburg, Ravensburg, Sigmaringen, Wangen im Allgäu und Weingarten (Württemberg). Zu den prämierten Gemeinden und Landkreisen gehören: Amtzell, Baindt, Bodnegg, Engelsbrand, Gailingen am Hochrhein, Ilsfeld, Oberteuringen, Rechberghausen, Vogt und Waldburg sowie der Landkreis Ravensburg und der Zollernalbkreis.

Mit dem European Energy Award Gold ausgezeichnet werden die Städte Bad Schussenried, Friedrichshafen, Lörrach, Ravensburg, Sigmaringen, Wangen im Allgäu sowie die Gemeinde Ilsfeld und der Landkreis Ravensburg.

Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg hat als Landesgeschäftsstelle für den European Energy Award Kurztexte zu den prämierten Kommunen verfasst. Diese sind unter folgendem Link abrufbar: www.kea-bw.de/eea-preistraeger-2021. Zudem ist eineÜbersichtskarte [PDF] mit allen teilnehmenden und zertifizierten Kommunen in Baden-Württemberg dieser Pressemitteilung als Anlage angeschlossen.

Mittwoch, 3. Februar 2021

Erste Sitzung 2021 - Verabschiedung des Haushaltsplanes

Es ist üblich, dass zur Verabschiedung des Haushaltsplanes "große Reden geschwungen" werden.
Erst kommt der Bürgermeister zu Wort, dann die Fraktionen mit ihren Statements dazu.
Wir halten das für wichtig, weil es die einzige offizielle Gelegenheit im Jahr ist, bei der auch eine Fraktion eine etwas umfangreichere Sicht ihrer Gedanken und Anliegen aufzeigen kann.
2016/2017 wurde diese Tradition beinahe aufgegeben, die GOL war die einzige Fraktion, die sich die Mühe machte daran festzuhalten.
Inzwischen scheinen sich auch die anderen Fraktionen auf die Sinnhaftigkeit dieser Tradition besonnen zu haben. Dieses Jahr gab es Statements von allen 5 Fraktionen des Gemeinderats.

 

Haushaltsrede 2021 der Fraktion GOL

 

Es ist mal wieder mal soweit - wir Gemeinderäte haben einen dicken Ordner für 2021 überreicht bekommen,

unsere fortwährende Hausaufgabe ist es nun, sich immer mal wieder mit Teilbereichen davon auseinanderzusetzen.

Frau Kneisel und ihre Truppe haben mit Sicherheit hart daran gearbeitet und verdienen ein dickes Dankeschön. Ebenso wie alle Mitarbeiter der Verwaltung, die das ganze Jahr über vielfältige Aufgaben übernommen haben.

 

Wir verabschieden heute einen Haushaltsplan, der in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich ist.

·         Noch nie haben wir einen Haushaltsplan im Februar verabschiedet, aber wir haben uns auch noch nie im Lock-down einer Pandemie befunden.
Bis letztes Jahr hätte keiner von uns so etwas überhaupt für möglich gehalten,
hier bei uns, im sicheren Deutschland
 

·         Wir haben seit 2020 auf das neue Doppik-System umgestellt. Es war höchste Zeit um das neue System einzuführen, das eine Art Gerechtigkeit zwischen den Generationen gewährleisten soll .
Wir begrüßen diesen Ansatz mit Blick auf die nächste Generation, sind uns aber bewusst, dass diese Umstellung Zeit braucht - - das Ergebnis wird auf jeden Fall mit jedem Jahr spannender werden!
 

·         Die neue Mitte und das neue Rathaus sind inzwischen gebaut, wir finden aber auch 2021 Ausgaben dazu in Millionenhöhe im Investitionsprogramm.
Ein Großteil unsere Rücklagen ist jetzt aufgebraucht und doch wissen wir, dass unsere Kläranlage unser großes kommunales Thema der nächsten Jahre werden wird.

 

 

Wie es finanziell weiter gehen wird, weiß keiner von uns.
Ein Jahr Pandemie haben wir hinter uns, und immer noch wissen wir nicht, was das finanziell bedeuten wird - denn vieles wurde bisher durch den Staat abgepuffert.

 

Eines wissen wir aber ganz sicher: die Pandemie hat einen Aspekt in den Hintergrund gedrängt, der mit aller Macht wieder in den Vordergrund treten wird.
Und der wird uns beschäftigen und auch finanziell einiges abverlangen.

 

Deutschland hat im Pariser Abkommen eine Einsparung
(gegenüber dem Stand von 1990)
von 55 Prozent CO2 verbindlich zugesagt,
 um den Klimaschutz bis 2030 verbindlich voran zu treiben-
also 10 Jahre Zeit für eine gigantische Aufgabe!
Das Ziel wurde beim EU-Gipfel im Dezember 2020 noch einmal bestätigt.

 

Wie soll das funktionieren ohne die Kommunen,
die doch vor allem mit gutem Beispiel vorangehen sollen?

Wir können nicht mehr sagen: wir machen in Salem weiter wie bisher - sollen das doch andere umsetzen!

Es ist ein absolutes Muß für uns alle, uns hier zu bewegen.
Und zwar schnell und deutlich.
Ob wir Lust darauf haben, spielt längst keine Rolle mehr.
Die Pandemie hat uns bewiesen, dass Unerwartetes wahnsinnig schnell möglich wird.

 

 

Von daher war unser Antrag zum Eureopean energy Award ein
Einstiegs-Vorschlag in ein Thema, das uns nicht mehr loslassen wird.

Wir alle werden an unserem zukünftigen Handeln gemessen werden.

Absichtserklärungen allein genügen nicht mehr,
Jetzt sind wirkliche Erfolge gefragt.
Und die sind nun mal leichter zu erreichen, wenn man auch mal rechts und links schaut, vieles wurde doch schon vorgemacht!
Wir müssen das Rad nicht neu erfinden - Das ist der eigentliche Sinn des Awards!

 

Und ebenso werden wir uns darüber Gedanken machen müssen, wie zukünftige Bebauung in Salem aussehen kann.

Das "wie " macht einen großen Unterschied,

sowohl für die Klimabilanz

als auch für den Flächenbedarf

als auch für die Verfügbarkeit bezahlbaren Wohnraums.
Wir müssen diese Diskussionen jetzt führen, 
weil wir uns jetzt Lösungsansätze für die nahe Zukunft erarbeiten müssen.

Es ist Zeit vorwärts zu gehen!

 


Für die GOL

Petra Karg