Montag, 20. Mai 2024

Wahl-Baustein: Es braucht keinen Aktionismus - sondern eine nachhaltige zukunftsweisende Strategie

Ich hatte den Eindruck, zu diesem Bekenntnis gehört ein  kleines Vorwort.
Auf dieser Seite wird es zum Nachwort umfunktioniert, denn schließlich soll Ulrike ganz im Mittelpunkt stehen. siehe ganz unten

Naturgemäß werden im „Wahlkampf“ die Kandidatinnen und Kandidaten gefragt, wofür sie sich einsetzten.

Auch wir tun auf diesen Seiten kund, welche Themen für uns Herzensangelegenheiten sind.

Bei mir finden Sie die Themen:

Der Erhalt unserer Natur- und Kulturlandschaft

Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft

Schaffung von bezahlbaren Wohnraum

Die Förderung der Biodiversität

Der Ausbau der erneuerbaren Energien

Die kommunale Wärmeplanung

Die Verkehrswende

Und natürlich ist mir bewusst, dass wir die wirtschaftliche Attraktivität unseres Standortes und die Finanzierbarkeit unserer Anliegen sicherstellen müssen.

Aber genügt es, wenn ich Ihnen als Kandidatin darlege, für was ich mich politisch einsetzten möchte?

Wahl-Baustein: Für eine energieeffiziente Kläranlage, die auch wirklich sauberes Wasser in den Bach einleitet.

Petra Karg 

Wie lange schieben wir diese kostenintensive Pflicht-Aufgabe nun schon vor uns her?
Viel zu lange!  Schon in den Jahren 2018 bis 2020 wurde eine Überlastung unserer Kläranlage festgestellt und bis heute kam noch einiges an Schmutzfracht obendrauf.
Denn natürlich bringt Wachstum auch immer Folgekosten für die Infrastruktur mit sich!

 

Ein paar Dinge konnten vorübergehend noch etwas optimiert werden, jetzt ist Schluss damit - die Pflicht-Aufgabe hat uns eingeholt.

Im April wurde der Planungsauftrag vergeben, mit dem Ziel der Inbetriebnahme der neuen Anlage im Dezember 2027. Das ist ziemlich sportlich und bedarf in den kommenden Jahren noch einiger Diskussionen im neuen Gemeinderat. Denn Vieles ist noch überhaupt nicht klar.
Dass die veranschlagten 10,8 Millionen € für den Neubau reichen könnten, davon gehen vermutlich die Wenigsten aus.

Bild links: Bsp. Kläranlage Mengen

Wahl- Baustein: Für ein fortschrittliches und nachhaltiges Gewerbegebiet, auf das wir stolz sein können

Petra Karg

Wenn es um Wirtschaft geht, dann müssen wir uns  immer wieder die alten Glaubenssätze aus vergangenen Zeiten anhören:

  • "Wir brauchen mehr Gewerbeflächen, weil wir mehr Arbeitsplätze in der Region schaffen müssen…", 
  • "die Gemeinde braucht neue Gewerbeflächen weil wir so viel Geld für Kindergärten und Schulen aufwenden müssen…", usw.


Dabei suchen die Firmen - in der heutigen Zeit des Arbeitskräftemangels-  händeringend nach Mitarbeitern und die Gemeinde ist in der Folgekosten-Spirale gefangen.
Denn die Überlastung der Kläranlage, und die Überlastung der Kindergarten - und Schuleinrichtungen sind kein Zufall. 

Wachstum bringt immer Folgekosten der Infrastruktur einer Gemeinde mit sich.

Im Gemeinderat war das Thema "Gewerbegebiet" das Hauptthema der vergangenen 2 Perioden und hat zu starken Polarisierungen geführt. Vermutlich hat jeder Salemer noch die heftigen Kämpfe um den "Schwerpunkt für Industrie und Gewerbe" im Kopf, die im Rahmen der Regionalplan-Fortschreibung - mit zuweilen fragwürdigen Mitteln - ausgetragen wurden.

Der Regionalplan wurde inzwischen genehmigt und das bedeutet, dass eine Erweiterung des Gewerbegebietes in Salem um 27 ha möglich ist. Konkret wird es momentan für eine Rest-Fläche von 4 ha, die sich noch im Besitz der Gemeinde befindet.

Für die GOL war es eine schwere und langwierige Entscheidung, der Erstellung eines neuen Bebauungsplanes zuzustimmen.  

Wahl-Baustein: Für eine mutmachende, Frauen-zugewandte Politik

Petra Karg: Wir Frauen brauchen auch heute noch viel Mut und Zuversicht, um einen Schritt ins Rampenlicht der Politik zu wagen. Selbst auf der Ebene der Kommunalpolitik lassen wir bereitwillig die Männer vor….

 

Die aktuellen Zahlen sprechen für sich: im deutschen Bundestag beträgt der Frauen-Anteil 35 %, im Landtag 29% ,im Kreistag des Bodenseekreises ganze 20%. Und die schrumpfen dann im Regionalverband, einem wirklich mächtigen regionalen Gremium, das unsere Flächen überplant, auf geradezu lächerliche 13 %.  Sieht so Gleichberechtigung in Deutschland aus?

 

Ein kleiner Rückblick: Nur vier Frauen gehörten zum Parlamentarischen Rat, der ab 1948 das deutsche Grundgesetz erarbeite. Umso wichtiger war das Engagement der Frauen, die einen historischen Satz in das am 23. Mai 1949 verkündete Grundgesetz brachten:
„Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“

Allerdings mussten sie für ihr Anliegen hart kämpfen. Die vier saßen nämlich zwischen 61 Männern, denen andere Themen relevanter erschienen. Auf sogenannte Frauenthemen reagierten sie dem Protokoll zufolge gern mit „Heiterkeit“.

Donnerstag, 16. Mai 2024

"Was wäre, wenn es die EU morgen nicht mehr gäbe?"

  Hier 16.05.2024,Imke Gerriets

"15 Minuten": Joko und Klaas zeigen Zerfall der EU – mit Horrorszenario

Das Staffelfinale von "Joko und Klaas gegen ProSieben" konnte das TV-Duo für sich entscheiden. Damit setzten sie sich gegen ihren Haussender durch und erspielten sich wieder 15 Minuten Sendezeit. Am 15. Mai hatten sie folglich für dieses Zeitfenster ihr ganz eigenes Programm. Nachdem auch immer mal wieder lustige Themen umgesetzt werden, war dieses Mal sofort klar, dass das Duo eine wichtige Botschaft zu vermitteln hat.

hier Youtube-Video

Die beiden warben nämlich dafür, an der Europawahl teilzunehmen und somit die wichtige Stimme für das Europäische Parlament abzugeben. Dabei stellten sie sich folgende Frage: 

"Was wäre, wenn es die EU morgen nicht mehr gäbe?" 

Die weiteren Szenen der Ausgabe zeigten mithilfe von Künstlicher Intelligenz ein düsteres Horrorszenario. Wichtige Stimmen malten sich den Untergang der EU aus.

Sonntag, 5. Mai 2024

Neubau löst das Problem nicht: Tauschen, teilen, aufstocken: So könnte die Wohnungsnot bekämpft werden

RND hier  Sebastian Hoff,  04.05.2024

Deutschlandweit fehlt Wohnraum - das ist nichts Neues. Verschiedene Ideen und Initiativen können dazu beitragen, die große Nachfrage nach Wohnraum zu befriedigen. Neubau ist dabei allerdings nur selten das Mittel der Wahl.

Um der Wohnungsnot zu begegnen, wird meist auf Neubau gesetzt. Doch einige Expertinnen und Experten sind skeptisch: „Damit allein werden wir die Probleme kaum lösen können“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut. Seiner Einschätzung nach könnten bis zu 2,7 Millionen Wohnungen geschaffen werden, indem vor allem vorhandene Mehrfamilienhäuser um einige Etagen aufgestockt werden. Das biete sich oftmals auch auf Supermärkten sowie Büro- und Verwaltungsgebäuden an, so Günther. Davon stehen zudem viele leer und könnten fürs Wohnen umgenutzt werden.

Die Initiative Architects for Future beruft sich auf verschiedene Studien, die sogar ein Potenzial von 4,3 Millionen neue Wohnungen im Bestand erkennen. Allerdings scheiterten Vorhaben, dort Wohnraum zu schaffen, in der Praxis häufig an bauordnungsrechtlichen Vorgaben wie Schall- und Brandschutz und fehlenden Stellplätzen für Autos, sagt Architektin Ulla Basquè. „Es bedarf hier des Willens und der gesetzgeberischen Umsetzung, dies auch tun zu können“, fordert sie deshalb.

Kreistags Flyer mit den Kandidat:innen der GOL

Der Flyer zur Kreistagswahl ist online hier













Freitag, 3. Mai 2024

Aktuelles aus Salem: STADTRADELN - Wir sind dabei!

Nachdem es letztes Jahr leider nicht geklappt hat, auf unseren Antrag hin, klappt es doch wenigstens dieses Jahr. Super! Wir freuen uns darauf, dass es viele Teilnehmer in vielen Gruppen gibt.

5.5.24: Noch gibt es keine angemeldete Gruppe in Salem - das muss sich dringend ändern!

Die Gemeinde Salem ist dieses Jahr beim bundesweiten STADTRADELN dabei. Nutzen Sie die Chance und schwingen auch Sie sich in den drei Aktionswochen vom 8.Juni bis 28.Juni 2024 aufs Rad um CO2 zu vermeiden und fit zu bleiben. Das sind die Ziele. 

Ob mit Freundinnen und Freunden, Mitschülerinnen und Mitschülern, Kolleginnen und Kollegen oder Kommilitoninnen und Kommilitonen – treten Sie in die Pedale und damit für ein gemeinsames Ziel an. Erleben Sie die entspannende Wirkung des Radfahrens und tun Sie dabei gleichzeitig etwas für Ihre Gesundheit und fürs Klima.

Los geht’s – jetzt anmelden unter: https://www.stadtradeln.de/home

 Nach dem erfolgreichen Start 2023 bekommt die Teilnahme von Schulen auch 2024 wieder besondere Aufmerksamkeit: Unter dem Dach des Landesprogramms MOVERS – Aktiv zur Schule findet erneut das Schulradeln als „Wettbewerb im Wettbewerb“ im Rahmen des STADTRADELN statt. Alle Schulen aus Salem können daran teilnehmen und im Aktionszeitraum 8. Juni- 28. Juni 2024 möglichst viele Fahrradkilometer sammeln. 

Die radaktivsten Schulen werden auf dieser Basis im landesweiten Wettbewerb von MOVERS mit Preisen ausgezeichnet. Neben einem aktivierenden Gemeinschaftserlebnis für Schulen, setzt das Schulradeln auch ein starkes Zeichen für eine sichere und selbstaktive Schulmobilität.
Alle Informationen zum Schulradeln, hilfreiche Textvorlagen, Aktionsideen und Kommunikationsmaterialien finden sich unter movers-bw.de/schulradeln.

Sonntag, 17. März 2024

Wir sind stolz auf unsere Liste: Im Juni sind Kommunalwahlen und die Listen werden gerade nominiert

 Die großen 6er- Gruppierungen des Gemeinderates Salem sind jetzt durch, die Nominierungen von CDU, Freien Wählern und GOL haben bereits statt gefunden. FDP, SPD und die neue Bürgerliste stehen noch aus, wahrscheinlich für die kommende Woche.

Ich kann von der GOL berichten, dass es richtig schwer war, mutige Kandidaten zu finden. Das ging aber auch den anderen Listen so, wenn man den Erzählungen glauben darf. Irgendwann hatten wir die GOL- Liste dann endlich glücklich zusammen gestellt und haben aufgeatmet - und kurz darauf sprangen einige der gelisteten Menschen wieder ab, über die wir uns so sehr gefreut hatten. Natürlich hatte jeder für sich persönlich einen guten Grund. Den würde jeder der Verbliebenen aber vermutlich auch finden..... Die Stimmung sank, wir waren frustriert und  irgendwann musste ich mich schon ehrlich fragen: weshalb soll ich dafür kämpfen, eine Liste aufrecht zu erhalten, wenn zu wenige Menschen bereit sind, sie aktiv mitzutragen? Ja es waren harte Wochen mit vielen Tiefschlägen für uns. Wir haben dem Freitag sehr bang entgegen geblickt.

Aber nun haben wir uns durchgekämpft. Am Freitag war die Nominierung der GOL- Gemeinderatsliste und der Grünen- Kreistagsliste und was soll ich sagen: alle Plätze wurden belegt! Sogar 2 Ersatzkandidaten haben wir mit an Bord. Das macht mich richtig stolz.
Die Stimmung war toll und ich konnte feststellen: Da haben doch tatsächlich einige der "Neulinge" Feuer gefangen und das macht mir großen Mut! Ich freu mich, mit dieser Liste in den Wahlkampf zu ziehen. Gottseidank haben wir uns nicht ganz entmutigen lassen.

Wir haben eine vielfältige Auswahl in unseren neuen Reihen: Menschen vom Energiestammtisch und vom BUND, von der Feuerwehr und vom Ski-Club, von den Omas gegen Rechts, vom Radclub. Das fällt mir ganz spontan dazu ein und sicherlich hab ich noch vieles vergessen. Es ist toll und aufbauend  und dazu kommen bald noch mehr Informationen an dieser Stelle. Ich freu mich total.



Vorerst kann ich ein erstes Bild von unserer Kreistagsgruppe posten. Strahlend im Vordergrund steht Ulrike Lenski, die bereits Mitglied des Kreistages ist und die größten Chancen hat, wieder rein gewählt zu werden. Wir unterstützen sie natürlich mit voller Kraft und Überzeugung. Ulrike hat das super gemacht! Und dazu war sie auch noch Abgeordnete im Regionalverband. Ihr Arbeitspensum war riesig in den vergangenen 4 Jahren, aber sie hat das trotzdem gemacht. 
Ein großer Dank dafür an Ulrike.

Ein großer Dank geht auch an Birgit Zauner, Vorstand unserer Bündnis 90/ die Grünen Ortsgruppe, die mit Heiligenberg und Frickingen zusammenfließt. Sie hat die ganzen  Wahlkampf- Vorbereitungen alleine getragen und dafür gesorgt, dass wir eine neue Liste bekommen haben.
Wahrscheinlich haben sie die vielen Absagen noch viel mehr getroffen als uns, wir müssen uns dringend bei einem gemeinsamen Nachtrunk wieder gemeinsam aufrichten.
Ein großer Dank dafür an Birgit.

Freitag, 29. Dezember 2023

Haushaltsrede der Fraktion GOL von Ulrike Lenski am 19.12.23

Jedes Jahr, wenn der Haushalt aufschlägt, muss ich unweigerlich daran denken, wie ein Kämmerer ganz lässig zu mir sagte: “Ich könnte locker ne Million vor meinem Gemeinderat verstecken.“ Und ich dachte, „Eine? Wahrscheinlich eher sogar zwei!“

Und so sehne ich mich in diesen Wochen vor Weihnachten immer nach Fachkompetenz.

Nicht weil ich versteckte Millionen suche, sondern weil die Haushaltsplanung zu Recht als die Königsaufgabe des Gemeinderats bezeichnet wird. Mit ihr bestimmen wir den Spielraum für unser zukünftiges politisches Handeln!

Wie also vorgehen, um diese Aufgabe zu meistern? Pragmatisch wie immer: sich informieren und den gesunden Menschenverstand bemühen.

Donnerstag, 28. Dezember 2023

Update Ende 2023: Vom Gemeinderat geforderte Klimastelle im Rathaus wird einfach nicht besetzt

Update 28.12.23: Die Klimastelle wurde zwar mal ausgeschrieben, aber unter solchen Bedingungen, dass eine Besetzung nicht absehbar war.
Bewerber, die sich trotzdem! noch  gemeldet hatten, wurden sofort als ungeeignet verworfen. Na dann, unter Bürgermeister Härle wird eine solche Stelle wohl nicht mehr geschaffen werden, auch wenn das im Gemeinderat so beschlossen wurde.

 

 "Endlich auch in Salem: Klimastelle im Rathaus geplant"

07.12.2022   hier Südkurier

Update Ende 2023: Dachflächen- Photovoltaik auf Kommunalen Gebäuden

Update 28.12.23: Ein Antrag zum Haushalt 2024 wurde von Bürgermeister Härle sofort abgewürgt. Stephanie Straßer forderte mehr Mittel zum schnelleren  Ausbau der Photovoltaik.
Wenn man bedenkt wieviel Geld in den letzten Jahren in die neue Mitte geflossen ist...... Und dass die PV-Anlagen sich vollkommen lohnen, wenn die erwirtschaftete Energie selbst genutzt wird. Eine sehr kurzsichtige Entscheidung für Salem!

Update Ende 2023: European Energy Award - die Verwaltung Salem legt das einfach mal auf Eis

Update: Man soll sich nie zu früh freuen. Vor allem nicht wenn man  im Gemeinderat von Salem sitzt

Der European Energy award jedenfalls wurde vom Bürgermeister für mindestens 1 Jahr auf Eis gelegt, vielleicht auch vollständig ausgehebelt, wer weiß das schon?

Seit Frau Göpfert die Verwaltung Richtung Heiligenberg verlassen hat, hat man "keine Kapazitäten frei" für solche Dinge. Mag schon sein, dass der Gemeinderat auch das beschlossen hat.....Wen interessiert das schon? Ein Bürgermeister kann offensichtlich machen was er will.

Mittwoch, 27. Dezember 2023

So sieht die Landwirtschaft der Zukunft aus

 Die frohe Nachricht ist: Auch bei uns gibt es diese Ansätze schon, es ist gar nicht so weit weg!

Ich durfte vor Kurzem an einer Besichtigung der Markgräflichen badischen Verwaltung in Salem teilnehmen, die bereits auf regenerative Landwirtschaft umgestellt hat. Das hat durchaus Bedeutung, denn sie bewirtschaftet über 700 ha im Umkreis und war schon immer das große  Vorbild (im Guten wie im Schlechten) für viele der örtlichen Landwirte. 

Das Badische Haus hat vor wenigen Jahren erkannt, dass der übliche Humusschwund ihrer Landwirtschaft äußerst bedrohlich zu werden drohte und hat die Bewirtschaftung daher in kurzer Zeit extrem verändert. Der Boden ist nun immer bedeckt und folgt einer mehrjährigen Anbau-Strategie mit Wechsel der Fruchtfolgen. Aktuelle Boden-Analysen zeigen, dass der Humusaufbau bereits wieder eingesetzt hat durch die aktuelle Bewirtschaftung. 

Es werden neue Ansätze erprobt und verfolgt. Was mich sehr fasziniert hat, war der Ansatz der Bodenimpfung mit Bakterien oder Pilzen. In Salem wird vorrangig mit Pilzen gearbeitet, die im Laubblatt-Kompost, mit Blättern aus dem Wald, heranwachsen. Der große Vorteil: Pilze schließen Nährstoffe im Boden auf, die für die Pflanzen ansonsten nicht erreichbar wären. Herr Straßer und Frau Gindele, die beiden Fachkräfte im Betrieb, erklärten uns, dass bei Bodenproben festgestellte Mängel oft schon dadurch gelöst werden können. Sehr spannend, es geht also nicht darum, ständig weitere Nährstoffe auszubringen, sondern die bereits im Boden enthaltenen  Nährstoffe Pflanzen-verfügbar zu machen.

In diesem Zusammenhang wurde auch von der Problematik durch Bodenbearbeitung gesprochen, die die bereits im Boden vorhandenen, erwünschten Pilz-Mycele empfindlich schädigen kann. (siehe dazu auch andere Artikel zur Klimarelevanz von  Pilzen hier). Dieses Problem ist bisher noch ungelöst und muss durch ständig neue Impfungen gelöst werden. 

Auch das unten erwähnte "Mob Grazing" wird umgesetzt  und findet durch eine Zusammenarbeit mit dem örtlichen Schäfer statt.

Das Allerbeste aber ist: Die Verwaltung geht fachlich voran, ist aber ausdrücklich stark am Austausch und an einer Zusammenarbeit mit anderen Organisationen etc. interessiert. Wir werden hoffentlich noch mehr davon erfahren!


NTV hier  13.12.2023,Quelle: ntv.de, geo

Sechs Ideen für gesunde Erde

Die globale Nahrungsmittelproduktion bedroht die Erde: Sie laugt Böden aus, lässt Arten sterben, den Regenwald brennen und befeuert den Klimawandel. Doch das müsste nicht sein. Längst gibt es Mittel und Wege für eine nachhaltige Landwirtschaft. Sechs Beispiele, wie die Lebensmittelherstellung der Zukunft aussehen kann.

Mittwoch, 20. Dezember 2023

Update: Antrag im Gemeinderat infolge der AFD-Demo.

Update am 25.12.23: Man reibt sich verwundert die Augen angesichts der neuesten Ausgabe von Salem aktuell. Wie kommt die Anzeige der AFD ins Blatt, welcher Zweck steckt dahinter?

Das Wochenblatt ist kein Organ freier Meinungsäußerung von Parteien, und sollte das schon gleich gar nicht für eine Partei sein, die vor 2 Wochen mit Hetz- und Hassreden in Salem auf sich aufmerksam gemacht hat.

Auf Seite 4, an prominenter Stelle, erschien nun aber ein AFD-Aufruf zur Spendenkampagne an die Bürger Salems, unter der Behauptung einer "Zusammenarbeit" mit B. Straßer. Die Verwaltung in Form von Bürgermeister Härle weiß genau, dass dies nicht den Tatsachen entspricht. B. Straßer hat sich auch sofort entschieden davon distanziert und erwägt weitere Schritte bei der Kommunalaufsicht.

Es braucht schon einen starken  Willen zur Desinformation, um B. Straßer`s Aussagen auf der Demo  in diese Richtung zu interpretieren. Von der AFD ist man vieles gewohnt, aber gerade deshalb: Wie konnte diese Anzeige im Gemeindeblatt gedruckt werden? 

Ich hatte in der letzten Gemeinderatssitzung auf die vergangene Demo verwiesen und meinen Antrag gestellt. Sicher nicht um dem demokratiefeindlichen, hetzenden AFD- Auftritt in Salem auch noch eine Bühne zu geben.

Die Frage ist eher: wie unterstützt die Kommune einen ihrer Bürger, der von der AFD an den Pranger gestellt wurde. Und das dafür, dass dank seiner Einmischung kommunale Einrichtungen (Gemeindehallen) wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnten.

Mein  wesentliches Ziel hatte aber im gleichen Maße mit der Gemeindepolitik zu tun: ich bat um eine Abklärung der  vernebelten Zuständigkeiten:  Ist der Bürgermeister alleine zuständig für eine außergewöhnliche Spende -  oder darf hier der Gemeinderat auch mitreden? 

Dienstag, 19. Dezember 2023

Klimawandel und Unwetter: Was Hausbesitzer und Bauherren beachten sollten

Die Hausbesitzer gehen mehr ins Risiko durch fehlende Klimaanpassung, denn jeder ist selbst verantwortlich. Es ist daher durchaus angebracht, dass die Kommunen Risiken wie Starkregen usw. mehr im Auge behalten.
Salem hat am 4.12.23  die Erstellung eines kommunalen Starkregenrisikomanagements in Auftrag gegeben, für 177.000,-€.
Ich meine das ist viel Geld und trotzdem für unsere Bürger ein Schritt in die richtige Richtung.
2 Gemeinderäte stimmten dagegen, da sie keine Notwendigkeit erkennen konnten
1 Gemeinderat enthielt sich, leider ohne Begründung.


hier in RND 16.12.2023

Größtes Problem ist das Wasser

Riesige Hagelkörner zermalmen Fenster. Starkregen hinterlässt keine Pfützen, sondern Seen, die sich ihren Weg in das Haus bahnen. Mit dem Klimawandel steigt die Gefahr für Extremwetter. Tipps, wie man den passenden Standort fürs neue Haus findet oder ein altes an die neuen Bedingungen anpasst.

Spätestens die Flutkatastrophe vom Sommer 2021 mit mindestens 188 Todesopfern in Deutschland und einem Sachschaden von 33 Milliarden Euro hat gezeigt, wie gravierend sich extreme Wetterereignisse auf bewohnte Gebiete auswirken können.

„Verschiedene aktuelle Studien gehen davon aus, dass sich diese Schäden infolge des Klimawandels bis 2050 mindestens verdoppeln werden“, sagt Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): „Es hat immer einen Wechsel von schadenarmen und schadenreichen Jahren gegeben. Wir stellen jedoch fest, dass die Abstände dazwischen kürzer werden.“

Sonntag, 10. Dezember 2023

Wenn das mal kein Erfolg war!

Es ist überstanden! Der Angriff der AFD in Salem wurde von hunderten Demonstranten abgeblockt und es zeigte sich, dass die AFD keinesfalls so mächtig ist, wie sie selbst es gerne darstellt.

Es war ein deutliches Zeichen: Die AFD hatte 100 Personen angemeldet, wir hatten dann 25 Anwesende gezählt, die Polizei spricht von 35.

Die Gegendemo hatte 30 Personen angemeldet, es kamen 396 (nach einer genauen Zählung eines Anwesenden).

Ich bin glücklich und dankbar, dass die lokale Presse in Form des Südkurier und der Schwäbischen Zeitung vor Ort war, um die Vorgänge zu bezeugen und darüber zu berichten. Vielen Dank!

Doch erst mal zum Ablauf der beiden Demos: Am neuen Flüchtlingsheim in der Schlossseeallee gab es eine Kundgebung der AFD mit sehr großem Polizei-Aufgebot. Die Polizei begründete das damit, dass es ein Novum sei, dass eine einzelne Person mit Adresse an den Pranger gestellt worden sei.
Sowohl Polizei als auch Landratsamt zeigten sich darüber sehr besorgt. Der Bürgermeister fehlte.

Die Reden der AFD fanden innerhalb des Hecken-umzäunten Grundstückes des Flüchtlingsheimes statt, man konnte daher nichts sehen, wenn man sich nicht hinein begab. Hören konnte man dagegen so Einiges, was man aber am Liebsten sofort wieder vergessen möchte. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte die Gegendemo 70 Teilnehmer. Auf dem Gehweg außerhalb des Geländes hatten sich zudem einige Neugierige versammelt, die sich keiner Demo anschlossen.

Die AFD machte sich dann als Demo-Zug auf den Weg und wir versuchten einfach nur schnell vor Ihnen zum Wendehammer zu kommen.