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Dienstag, 10. August 2021

Was für Salemer Hochwasserschutz natürlich auch entscheidend sein kann: Die Deggenhauser Aach, die sich nach Regen sehr schnell füllen kann, verläuft über Neufrach und fließt dann kurz vor Buggensegel mit der Linzgauer Aach zusammen.

Natürlich liegt die Gefahr des Hochwassers erst mal im Deggenhausertal, das naturräumlich und topographiebedingt stark gefährdet ist. Aber man erinnert sich noch an die Überschwemmung des Campinghofes Gern vor einigen Jahren....

Südkurier hier Auszüge in blau

 Lage erklärt große Hochwassergefahr

Deggenhausertal – Der Klimawandel ist da und die Gemeinde Deggenhausertal hat erfahren: Auch sie bleibt nicht verschont. Das Unwetter Ende Juni überflutete Straßen, Keller mussten ausgepumpt und Schlammmassen aus etlichen Gebäuden und Stallungen entfernt werden. In Deggenhausen wurde etwa die Talwerkstätte Lehenhof geflutet, Holzschuppen und Werkstattgebäude unter Wasser gesetzt. Böden und Wände mussten getrocknet werden. Überall hat sich Schlamm und Dreck verteilt. „Das Wasser vom kleinen Entwässerungsbach wurde zum reißenden Fluss und kam von oben herab“, erinnert sich Karl-Heinz Bentele, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Deggenhausertal.

Nicht erst nach den Unwetterereignissen im Tal und der verheerenden Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen befasst sich die Gemeinde damit, wie und ob das Deggenhausertal gegen Fluten mit einem solchen Ausmaß gewappnet wäre. Denn das zwischen Gehrenberg, Heiligenberg und Höchsten gelegene Tal gehört durch seine Lage zu den gefährdeten Gebieten der Bodenseeregion.

Feuerwehr und Gemeindeverwaltung befassen sich deshalb seit Jahren intensiv mit dem Hochwasserschutz. Um diesen sei es insgesamt gut bestellt, versichern Bürgermeister Fabian Meschenmoser sowie Karl-Heinz Bentele, dass Aach und Rotach hochwassertechnisch schwierig seien. „Wir kennen unsere prekären Stellen“, fügt Meschenmoser hinzu. Doch nicht alleine das Wasser sei das Problem, in erster Linie auch das, was mit dem Wasser angeschwemmt werde. So wurde bei den jüngsten massiven Regenfällen aus dem Bannwald in Benistobel und Limpach das Totholz mit angeschwemmt, was zu Verstopfungen führte und eine Straße mit Rissen bis zu 1,80 Meter tief stark beschädigte.


 

Sonntag, 8. August 2021

Rückhaltebecken Aachtobel

Wie sieht`s denn aus mit dem Hochwasserschutz in Salem, das sollte man sich angesichts der Flutkatastrophe von kürzlich fragen. Für Stefansfeld, Mimmenhausen und Uhldingen-Mühlhofen ist das Rückhaltebecken am Aachtobel ganz entscheidend.

 

Artikel im Südkurier am 19.7.21 hier von Rainer Jäckle

Das Rückhaltebecken im Aachtobel bei Owingen hat ein Fassungsvermögen von einer Million Kubikmeter – und das Wasser stand schon lange nicht mehr so hoch

Die Steinbachtalsperre in Nordrhein-Westfalen und die Talsperre im Aachtobel müssen ähnliche Kräfte aushalten. Erstere drohte zu brechen, Letztere erlebt durch die Wassermassen derzeit ebenfalls einen Rekord-Pegel – ein Rundgang mit Stauwärter Peter Godau.
 
 


 
 Südkurier-Artikel vom 6.2.21  hier
Weshalb in den Aachtobel bis zu einer Milliarde Liter Wasser passen müssen
 
Die Linzer Aach, die man besser als Salemer oder Seefelder Aach kennt, ist normalerweise ein harmloser Bach. Welche Gewalt sie nach Starkregen entwickeln kann, zeigte sich jüngst, als Regenmassen den noch liegenden Schnee schmolzen. Dann muss das Hochwasserrückhaltebecken Hohenbodman die Fluten zurück halten und für einen kontrollierten Ablauf sorgen, um so das Salemertal und die Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen vor verheerenden Hochwassern zu bewahren.