Freitag, 30. Oktober 2020

Anfrage Jugendarbeit - unterschrieben von 5 Gemeinderäten der GOL und FW vom 19.10.18

 Das Thema  "Dirtbikeanlage" landete 2018 recht unvermittelt auf dem Gemeinderatstisch.

Die Anfangs- Idee: für 350.000,- (erster Ansatz, denn wo sind Toiletten, Stellplätze für Fahrräder und Autos, überdachter Treffpunkt usw. in der Kostenrechnung zu finden) sollten den Jugendlichen eine höchst professionelle Anlage bekommen, wie sie bisher nur in München und in Zürich zu finden sei....

Wir waren von Anfang an sehr dafür, dass auch die Jugend berücksichtigt würde in ihren Bedürfnissen, denn in Salem Mitte sahen wir keine großen Ansätze dafür.
Jedoch waren die Bedürfnisse der Jugend noch völlig unklar. (siehe unsere Anfrage vom 19.10.18, auf die wir nie eine Antwort bekamen) 

Herr Härle verwies ständig auf eine "langjährige Jugendbedarfsanalyse" von Frau Merdowich , die der Gemeinderat aber auch nach mehrmaligen Anforderungen nicht ausgehändigt  bekam.
Als Fr. Merdowich diese Analyse schließlich im Gemeinderat vorstellte, war die Enttäuschung groß - man hatte eher den Eindruck eines kurzfristig und schnell zusammengeschusterten Allerleis, und nicht den einer seriösen Analyse.

Der Kostenansatz der Dirtbikeanlage stieg bis Oktober 2019 auf über 600.000 €. 
Aufgrund der Rückmeldungen aus GOL und Freien Wählern wurden die Kosten diskutiert.
Eine  vorgeschlagene "Deckelung" der Kosten auf 500.000 € wurde nur von 6 Gemeinderäten der beiden Fraktionen getragen.
Dennoch versprach Bürgermeister Härle eine Reduzierung der Kosten, indem vorerst nur die Leerrohre für eine Flutlichtanlage verlegt würden.


19.10.18

 

 Sehr geehrter Herr Härle,

 

Wir finden es ganz wunderbar, dass Sie das Thema Jugend auf den Tisch gebracht haben, denn wir sind nach wie vor der Meinung, dass es angesichts der Ergebnisse der Bürgerbeteiligung von Salem Mitte (hier: die Zeppelin-Studie) noch einen sehr großen Handlungsbedarf gibt.

Dort wurde überdeutlich gezeigt, dass Kultur und Jugendarbeit die wichtigsten Anliegen der Bürger überhaupt waren. Im bisherigen Planungsumfang ist das so nicht zu finden.

 Es ist auch eine gute Idee eine Beteiligung der Jugend anzustreben, denn soweit  wir informiert sind, gibt es bisher keinerlei Grundlagen auf die man sich berufen könnte.

Wie viele Jugendliche leben denn in Salem und wie viele davon haben bei Ihnen vorgesprochen?

 

Wir vermuten mal, dass es noch sehr viel mehr Wünche  aus der Jugend heraus gibt  - teure und weniger teure, vielleicht auch ganz andere? - und möchten auf jeden Fall sicherstellen, dass ein Großteil der Jugendlichen "bedient" wird und nicht nur eine kleine Gruppierung.

 

Zudem sehen wir unsere Aufgabe als Salemer Gemeinderat in erster Linie darin,  den örtlichen Bedarf zu decken. Ein Prestigeobjekt,  das möglicherweise  an den Bedürfnissen der örtlichen Jugend vorbei geplant würde,  wäre eine Fehlentscheidung.

 

Wir bedauern es sehr, dass Sie bereits im Blättle auf Hochglanzseiten Werbung machen, ohne dass  Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit (dieser in der Prioritätenliste immerhin mit 500.000,- /ohne Baugrund veranschlagten) Anlage hinreichend beleuchtet wurden.

 

Wir wollen  mehr erfahren über den angestrebten Prozess mit den Jugendlichen, wir wollen vorab etwas über das Konzept erfahren.

Wie sieht denn  ihre Vorstellung für eine sinnvolle Jugendbeteiligung aus?

- Wie sollen die Jugendlichen angesprochen bzw. erreicht werden.

- Wie soll sichergestellt werden, dass sich möglichst alle Jugendlichen von Salem einbringen
   können?

- Welche Grundlagen und Rahmenbedingungen werden dem Projekt vorgegeben?

- Sind Exkursionen zu Referenzprojekten (unterschiedliche Projekte von und für Jugendliche -
   auch außerhalb des  Sportsektors) geplant? 
   Werden z.B.  Jugendvertreter solcher Projekte eingeladen, um den Salemer Jugendlichen
   diese vorzustellen?

- wie stellen Sie sich den weiteren Ablauf der Jugendbeteiligung vor -  zeitlich, inhaltlich und
   personell
- Werden Sozial Media miteinbezogen z.B. Einrichtung einer digitalen Pinnwand  

- wie erfolgt die Dokumentation und Diskussion der Zwischenergebnisse, gibt es einen  freien  
  Zugang dazu

 

Wann erfolgt eine  Diskussion über die weitere Vorgehensweise im Gemeinderat?

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Petra Karg

Henriette Fiedler

Stephanie Straßer

Klaus Bäuerle

Ulrike Lenski

 



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